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Warum Vuelta 2004/2005 ?

Was mir am Herzen liegt seht ihr auf den Fotos unten. Es gibt einen Mann, der nach dem Krieg und 5 Jahren Gefangenschaft mit seinem Motorrad ums Mittelmeer fuhr. Die Presse berichtete und die Motorradwerke unterstützen ihn. Das dieses auch heute noch funktioniert wurde mir und allen anderen die daran glaubten und auch allen Zweiflern bestätigt. Bücher werden geschrieben um gelesen zu werden. Es ist mein Glück als Sohn, dass der Vater dieses Buch schrieb. Dann weiß man woher welche Werte kommen und welche Werte einem anerzogen wurden.

Jetzt vor der Tour 2005 müssen wir nichts mehr beweisen. In einer Zeit, in der eher in Deutschland die Enkel ihren Omas ihr Auto vererben, und über Werteunterricht diskutiert wird, werden genau diese Werte immer wichtiger. Wir brauchen über Europa nicht zu diskutieren, sondern praktizieren wir es doch einfach. Die Sponsoren, die uns auf dieser Tour nach Wolfsburg unterstützen, leben hier auf der Insel, und müssen tagtäglich für ihr Geld Qualität, Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit etc abliefern. Die Werte die auch ein Auto aus Wolfsburg tagtäglich hier abliefert. Gleichzeitig machen wir auch auf diesem Wege dem Menschen in Deutschland auch klar, das es überall hart ist in Europa und nicht nur in Deutschland. Also sind wir doch mal ein wenig innovativ. Die Werbung auf dem Auto während der Tour von Deutschen und Spaniern, ist keine Frage des Geldes sondern jeder unterstützt ihn mit seinem Beruf

Das Buch hat die ISBN Nummer: 3826752724

Ort des Geschehens ist eine kleine verträumte Insel im Mittelmeer; bekannt unter dem Namen „Mallorca“.

Zur Geschichte !

2003 wurde von mir die Entscheidung getroffen, den 33 Jahre alten VW 1600 (6/71 gebaut) nach Mallorca zu fahren. Diese Entscheidung trennte die Gemüter. Die einen verstanden sofort, den anderen fehlte das Vorstellungsvermögen und der Glaube. Diese Vuelta (Tour, Rundreise) war erfolgreich und alle Zweifler wurden ruhig gestellt. 2004 folgte dann aus aktuellen Anlass und nicht ohne Glaube und Wille die Vuelta Historica. Dieses mal allerdings unter der Promotion von mallorcamaxx.com. Sie ging an die Grenzen aller Beteiligter aber auch diesmal wurde der Glaube und der Wille bestätigt. Das schöne daran war unter anderem auch, dass darauf folgende Schweigen der Zweifler. Als Fazit kann ich unter anderem nur jedem empfehlen der an etwas glaubt und auch den Willen dazu hat es zu machen, und nicht im Vorfeld darüber zu reden. Dies gilt in allen Bereichen des Lebens.

Und wenn es anderen verrückt erscheint, und ihr niemanden dabei gefährdet, zieht es durch. In diesem Zusammenhang einen schönen Gruß an alle die schon im Vorfeld gesagt haben: "Das ist verrückt, keinen interessiert es, niemand wird darüber berichten, und niemand wird dir und dem Auto helfen ohne finanzielles Interesse." Alle haben sie berichtet, alles ist eingetreten woran die Beteiligten glaubten, und gestern den 27.09.04 auch die Badische Tageszeitung, ganze 30 Tage nach Ablauf der Tour. Keiner kann sagen, das Sommerloch ist Schuld...

mallorcamaxx.com und ich sind der Meinung, dass die Vuelta Historica nur ein Auftakt war, und die Berichte erst enden, wenn der Wagen nicht mehr existiert. Und zwar Berichte so natürlich wie der Wagen auch ist.

1971 kaufte die Familie in Braunschweig ein Auto mit der Typenbezeichnung „VW 1600 L – automatic“ Gebaut in Wolfsburg

Vor 5 Jahren vererbte die Familie ihn mir. Von da an stand er in einer Scheune in der Eifel. Mich selber zog es zu dieser Zeit in den Süden, wo ich von da an lebte und arbeitete. Autos waren für mich immer nur Mittel zum Zweck, ob verbeult oder verstaubt, interessierte nicht. Die Entscheidung, ihn im Februar 2003 auf die Insel zu fahren war nur ein praktischer Gedanke, aus der Not heraus, da mein Renault Clio nach fünfjähriger Praxis spanischer Verkehrsmentalität der Mut verließ. Spontan erinnerte ich mich an die Käfer-Limousine (da ich damals dachte „L“ steht für Limousine „sorry“ an alle Fans dieses Autotyps ),in der Scheune in der Eifel, flog nach Deutschland, um mit ihr 3 Tage später die Fähre von Barcelona aus zu nehmen.

Diese Entscheidung sollte meine Einstellung zum Thema Auto und den Deutschen grundlegend verändern.

Das erste Erlebnis vor der Fahrt:

Um sicherzugehen, fuhr ich vor der Fahrt nach Spanien noch mal bei VW vorbei, weil ich „nur“ wissen wollte, ob das Getriebeöl gewechselt werden sollte. Binnen 5 Minuten gesellten sich alle 3 Meister hinzu und legten mir nahe, doch vor der Fahrt sowohl die ca. 20 Jahre alten Reifen als auch den 33 Jahre alten Reservereifen zu wechseln, ausgehend natürlich von der Tatsache, dass es sich dabei um den original-neuen Reifen handelte, was nicht ganz sicher war, da nicht nachprüfbar. Danke nachträglich an das gesamte Team vom Autohaus „Vornberger „AW

Grüße auch an den Herrn der mich an der Casinotankstelle ansprach um mir mitzuteilen dass ich bei diesem Auto alle 500km mit einem Problem zu rechnen habe .Er sagte „ Er sei Fachmann.“

Nach ca. 60000km auf dieser verträumten Insel geht lediglich die Uhr 5min pro Tag nach.

Das Erlebnis während der Fahrt waren die hupenden Lkw-Fahrer und später auch auf der Insel die hupenden Taxifahrer, wohlbemerkt nicht die, die auf der Überholspur plötzlich im Rückspiegel auftauchten. Dies alles machte mich anfänglich nachdenklich, doch bald hörte ich auf, die Ursache in den möglichen Bedienungs- und Fahrfehlern des Autos meinerseits zu suchen. Ich hupte einfach zurück und antwortete auf den gehobenen Daumen mit eben diesem. Dies sollte allerdings erst der Anfang sein…

Ich lebe und arbeite auf Mallorca, wo es nun zugegebenermaßen zahlreiche Erholungssuchende Deutsche gibt. Den Wagen nutze ich nicht als Zweitwagen, sondern privat und beruflich und tagtäglich machen mich die Reaktionen der Touristen aller Nationen stolz. Es sind nicht nur die Blicke und die darauf folgenden Diskussionen um diesen Wagen, die zu beobachten mir Freude bereiten, sondern auch der Glanz in den Augen der Betrachter, der Erinnerungen an die alte Zeit wachrüttelt, gepaart mit einem Lächeln. Ständig sprechen mich Leute auf den Wagen an. Die einen kennen ihn und geben mir Auskunft über alle Details und die anderen fragen, was das denn für ein VW sein soll.

Man erfährt mit der Zeit einiges: Die einen kennen alle Details, sind in der Fahrschule damit gefahren, haben die Fahrprüfung damit bestanden und andere glauben nicht, dass VW jemals ein solches Auto gebaut hat. Nach dem Motto: Der Käfer wurde in der Freizeit in die Länge gezogen und vom Hobby-Bastler mit einem VW-Zeichen versehen.

Stolz macht mich der enorme Sympathiefaktor des Wagens aus der guten alten Zeit, als es in Deutschland noch zwei bis drei Arbeitsplätze mehr gab und ein Auto weder Servolenkung, Zentralverriegelung, Bremsassistenten noch lackierte Stoßstangen besaß, dafür aber Charakter und einen Motor für alle auch ohne Computer zugänglich. Nun während ihres Urlaubes sehen sie diesen alten VW im täglichen Einsatz zu einer Zeit, in der Stoßstangen lackiert sind und Motoren der Mittelklasse nicht mehr am Klang erkennbar sind. Ich stelle mir tagtäglich die Frage, wo ist das Geheimnis dieses Autos? In meinen Augen in den Werten und Erinnerungen der Vergangenheit.

Zum Thema Parkplatzsuche:

Sichere und gute Parkplätze hier auf dieser Insel sind rar. Die, die für dieses Auto sicher sind, befinden sich meist im Privatbesitz und in diesem Fall stellen mir die Mallorquiner, die um die mangelnde Rücksicht auf das Innenraumvolumen des jeweils anderen Verkehrsteilnehmers wissen, ihre Privatparkplätze zur Verfügung, denn Fahrerflucht gilt hier in Spanien erst bei Totalschäden, nicht wie in Deutschland schon beim Kratzer an der Stoßstange.

Was ich seit der Überführung des Wagens hier auf der Insel tagtäglich erlebe, verblüfft mich dermaßen, dass ich kurz nach der Überführung anfing, die Erlebnisse mit diesem Wagen zu Papier zu bringen. Letztendlich Ihr Artikel über Oldies im täglichen Einsatz hat mich dazu bewogen, Ihnen meine Zeilen zu schicken. Ein halbes Jahr später - zugegeben - aber immer noch aktuell, weil er läuft und läuft und läuft und läuft.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen und mir mitteilen würden, ob Interesse an einem Artikel besteht oder nicht. Falls nicht und Sie verbringen auf dieser Insel ein paar Tage Urlaub, rufen Sie mich an und überzeugen Sie sich selbst von diesem Phänomen. Kein Käfer kann da mithalten und von denen gibt es hier viele. Vielleicht interessiert es Sie auch in diesem Zusammenhang, dass es hier in Palma eine Original-Käfer-Werkstatt gibt, dessen Chef nicht weniger überrascht schaute, als ich bei ihm das erste Mal auftauchte.