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Die Vuelta Historica 2004 - 29.07. - 10.09.2004
 - Die letzte Fahrt eines Oldies - (dachten wir)

Donnerstag 29.07.04

Ich lege Wert darauf festzustellen, dass es vor der Tour, während der Tour und auch nach der Tour keinerlei Pressezensur stattfindet. Allerdings werde ich Timo, den Reporter, noch einige unbedeutende kleine Instruktionen geben, dass kein Bild ins Internet gestellt wird, auf dem ich nach einer Pulle Bier greife oder ich mit einer Zigarette in der Hand abgebildet bin. Ich werde keinerlei Kritik an meinem Führungsstil während der Fahrt dulden, auch kein Rumgemotze an etwaigen Richtungsänderungen. Er soll ja nicht damit rechnen dass ich mit Rücktritt drohe, den ich dann doch nicht einhalten werde, sondern ich mache ihm klar, dass sonst kein Platz mehr für ihn auf der Reise frei ist. Ansonsten geht's ihm so wie Teilen der schreibenden Presse in Deutschland, die auch glaubt manchmal Kritik äußern zu dürfen.

Ich grüsse alle Mitglieder des größten deutschen Typ 3 Autoclubs, die mich während der Reise mit allen Kontakten und Ersatzteilen im Notfall versorgen werden. Aber da mache ich mir im Moment keinen Kopf drum. Auf der Fahrt von Barcelona nach Wolfsburg sind sämtliche lokale Pressestellen vorab informiert worden. Gruß an die Redaktion vom Volkswagen Magazin. Ich grüsse auch alle, die für Volkswagen arbeiten, egal wo! Euer Michael

So. 01.08.04

Ort des Geschehens ist eine kleine verträumte Insel im Mittelmeer; bekannt unter dem Namen „Mallorca“.

Zur Geschichte !

1971 kaufte die Familie in Braunschweig ein Auto mit der Typenbezeichnung „VW 1600 L – automatic“. Gebaut in Wolfsburg

- Der Vorgänger , ein Käfer , wurde dort auch gekauft

- Das Autohaus befindet sich auch noch in der Familie

- Den Namen kann ich leider noch nicht nennen da das Telefonat noch stattfinden wird.

Ich denke : morgen , da wir jetzt Fakten haben !

Vor 5 Jahren vererbte die Familie ihn mir . Von da an stand er in einer Scheune in der Eifel. Mich selber zog es zu dieser Zeit in den Süden, wo ich von da an lebte und arbeitete. Autos waren für mich immer nur Mittel zum Zweck, ob verbeult oder verstaubt, interessierte nicht. Die Entscheidung, ihn im Februar 2003 auf die Insel zu fahren war nur ein praktischer Gedanke, aus der Not heraus, da mein Renault Clio nach fünfjähriger Praxis spanischer Verkehrsmentalität der Mut verließ. Spontan erinnerte ich mich an die Käfer-Limousine (da ich damals dachte „L“ steht für Limousine „sorry“ an alle Fans dieses Autotyps ),in der Scheune in der Eifel, flog nach Deutschland, um mit ihr 3 Tage später die Fähre von Barcelona aus zu nehmen.

Diese Entscheidung sollte meine Einstellung zum Thema Auto und den Deutschen grundlegend verändern.

Das erste Erlebnis vor der Fahrt:

Um sicherzugehen, fuhr ich vor der Fahrt nach Spanien noch mal bei VW vorbei, weil ich „nur“ wissen wollte, ob das Getriebeöl gewechselt werden sollte. Binnen 5 Minuten gesellten sich alle 3 Meister hinzu und legten mir nahe, doch vor der Fahrt sowohl die ca. 20 Jahre alten Reifen als auch den 33 Jahre alten Reservereifen zu wechseln, ausgehend natürlich von der Tatsache, dass es sich dabei um den original-neuen Reifen handelte, was nicht ganz sicher war, da nicht nachprüfbar. Danke nachträglich an das gesamte Team vom Autohaus „Vornberger „AW

Grüße auch an den Herrn der mich an der Casinotankstelle ansprach um mir mitzuteilen dass ich bei diesem Auto alle 500km mit einem Problem zu rechnen habe .Er sagte „ Er sei Fachmann.“

Nach ca. 60000km auf dieser verträumten Insel geht lediglich die Uhr 5min pro Tag nach.

Morgen machen wir weiter mit den Erlebnissen während der Fahrt

Übrigens starten wir am 5.08.04 um 13.00 Uhr

Martin , der Sportstudent aus Freiburg fliegt am 4.08.04 ein

Übrigens bin ich für die Rechtschreibreform !

Warum ? Weil ich mich mit Ihr verdammt gut rausreden kann , sollte ich mir mal nicht sicher sein !


Montag 02.08.04
Saludos a todos lod españoles.Aprecio mucho su cordialidad, ayuda y la hospitalidad.
All die Menschen, die auf Bildern zu sehen sind, habe ich in 5 Jahren meines Aufenthaltes in Spanien menschlich als auch fachlich zu schätzen gelernt. Das ist das größte Kompliment was ich einem Menschen machen kann.



Mittwoch 04.08.04
Leider ein negatives update. Geschehen um 10.30 in Peguera. Michael weicht einem von rechts kommenden Auto aus und bleibt leider mit der Fahrertür an einer Laterne hängen. Jetzt ist der VW zu einem Original spanischen VW geworden mit Beule in der Fahrertür. Kontakt zum Ausbeulen steht schon mit Deutschland. Somit werden wir dann doch heile ankommen.


Donnerstag 05.08.04 – 16.05 Uhr


Nachdem Schock von gestern, wo ich mich mit einer Laterne anlegte, die patu stehen bleiben wollte, hoffe ich, das dass nicht der Anfang war. Sonst kommen wir mit einem 2Sitzer nach Wolfsburg. Ich denke, dass war ein kleiner Warnschuss und auch nach 300.000km Fahrpraxis in Spanien mit Motorrad und Auto, darf man nie unkonzentriert sein. Es ist ja nicht viel passiert und der Laterne geht es weiterhin gut. Ich bin jetzt nur auf die Hilfe derer angewiesen, die um das Problem wissen und deren Beruf es ist dieses Problem zu lösen. Ich denke die Telefonate sind schon geführt. Die Mannschaft ist vollzählig und die Fahrt hat begonnen. Der Pressetermin mit Mallorca Magazin fand am Hafen statt und der erste Bericht erscheint morgen am 06.08. auf Mallorca und Deutschlandweit. Die Fähre entpuppt sich, genauso wie unsere Ausrüstung als High Tech und auf den neuesten Stand.

Meine Befürchtung, der Urlaub würde erst in Barcelona beginnen, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Wir schreiben diesen Text am Pool auf der Dachterrasse bei Livemusik und Animation.

Es hätte nicht schöner kommen können. Der einzige Nachteil ist, dass man während der Fahrt nicht in die Garage hineinkommt, denn glücklicherweise haben wir alle unser Schwimmzeug im Koffer  . Gerade bewegt sich Martin ans Heck der Fähre und bringt einen „Bei Hermine“ – Paguera Aufkleber an. Davon wird ein Foto gemacht und ins Internet gestellt. Danach wird der Aufkleber wieder entfernt. Wir danken Hermine für die wirklich spontane Unterstützung dieser Fahrt und lösen hiermit unser Versprechen ein.

Saludos a Sa Nostra – Peguera – auf die das gleiche Zutrifft. Wenn eine spanische Bank sich, mit den Werten dieses Autos identifizieren möchte, dann spricht dieses für Sa Nostra und VW (Wolfsburg – Braunschweig).

Wir danken Manu für die Ästhetik auf diesem Deck, Foto anbei.( Sollte das Wort falsch geschrieben sein, so berufe ich mich hiermit einmal wieder auf die dt. Rechtschreibreform.)

Leider ist dies hier in Spanien nicht möglich, da an der Sprache die über Jahrhunderte gewachsen ist, nicht herummanipuliert wird.

Wir grüssen auf diesem Wege die Zahnarztpraxis von Jochen Schmittner in Peguera, den ich menschlich als auch fachlich sehr schätze und der uns mit seinem neuen Laptop ausgeholfen hat. Sollte jemand glauben, dass dieser Gruss etwas mit unserer Zusammenarbeit zutun hat, täuscht er sich gewaltig. Niemals würde ich für jemanden Werbung machen, dessen Werte ich nicht achte.

Saludos a Braunschweig, Wolfsburg, Köln, Bad Neuenahr – Ahrweiler. Unsere Stationen dieser Reise.

Saludos auch an die beiden Deutschen, die mit ihrem Golf schon betrunken ankamen und deren Alkoholkonsum auch auf Deck nicht nachließ. Nehmen sie es nicht übel, dass die Kellner einen Tipp bekamen, und sich plötzlich weigerten Alkohol an 2 Autofahrer weiterhin auszuschenken. Wir sind uns im Moment nicht sicher, wie ihr die Fähre verlassen wollt und durch Barcelona fahren wollt. Aber wir wünschen euch und allen die mit euch in Kontakt treten Gesundheit und für die Zukunft mehr Vernunft und Verantwortungsgefühl.

Das war’s von uns bis jetzt. Morgen folgen weitere Bilder und Dokumentationen unserer nächsten Etappe.

Zitat des Tages: Zu der leichten aerodynamischen Veränderung am VW (ungewollt), und der fehlenden Zierleiste: „ Auch die Tour de France fordert ihren Tribut“ worauf Martin sich schon mit Halskrause in Wolfsburg sieht.

06.08.04 – 10.44 Uhr
Nach ca. 2 Stunden Fahrt durch Barcelona und dann Richtung Andorra verlor der VW plötzlich an Leistung und hatte Mühe 80 km/h zu halten und entschied sich für einen Parkplatz vor einem großen Hotel. Ich gehe davon aus, dass die Luftzufuhr zu gering war aufgrund des perfekt verstauten Gepäckes. Das gleiche geschah damals auch auf der Hinfahrt nach Barcelona. Wir entschieden uns kurzfristig um ca. 22.00 Uhr, die uns zu teil gewordene Unterstützung durch Hermine in gutes Essen und einer geruhsamen Nacht samt Frühstück in diesem Hotel zu investieren. Erst jetzt haben wir die Pyrenäen vor uns und die Möglichkeit im Rathaus des Dorfes „Oliana“ die neuen Informationen zu verbreiten. Ferner werden wir uns wohl für die schwierigere, längere aber interessantere Route am Atlantik entscheiden. Dies gibt uns allen, uns und den interessierten Menschen in Braunschweig und Wolfsburg, mehr Zeit. . Der Wagen läuft wie ein Uhrwerk und die Augen der Betrachter glänzen. Während der gesamten Tour nach Deutschland – in Deutschland – und nach Palma auf dem Heimweg wird auf Video festgehalten. Wenn dann Timo am ca. 10ten August von Köln aus zurückgeflogen ist nach Palma beginnen wir die Sequenzen ins Internet einzuspeichern. Wir grüssen alle Mitglieder des größten deutschen Typ 3 Autoclubs. Und danken für das Angebot der Hilfe.

Die Reaktionen der Menschen sind genau wie erwartet. Der Wagen überträgt seine Sympathie und die Begeisterung macht auch nicht vor SEAT Mitarbeiter halt, deren Stadt wir durchquerten.
PS: Die Aufkleber von Hermine – Peguera auf der Fähre konnten wir aus Zeitgründen nicht mehr entfernen. Wir kümmerten uns lieber um einen interessierten jungen Mann, der just an diesem Tage seinen 18 Geburtstag feierte, mit einer Gruppe und seinen Betreuern unterwegs war und sich mit seiner Unterschrift am Wagen verewigte.

Zitat des Tages:
Aufgrund der Tatsache, dass wir spontan registrierten morgens kalt duschen zu müssen, sagte Michael: „Ich habe 2 Jahre Palma ohne warmes Wasser hinter mir, dann krieg ich das jetzt auch noch hin“ nicht ahnend, dass der dritte von uns im Bunde Martin in den Genuss des warmen Wassers kam, dass seine Zeit brauchte um den Weg in Dusche zu finden.
Es war eine Frage des Anstandes, dass Manu sich eine Doppelzimmer gönnte, und die drei Männer sich im Doppelzimmer nebenan quälten.

07.08.04 – 10.40 Uhr - Kein Internetanschluss in Frankreich

Nachdem wir gestern nun die schwere Bergetappe über Andorra nahmen und die Pyrenäen hinter uns ließen, waren wir nach 13 Stunden Autofahrt alle ziemlich geplättet. Und nur noch froh, gegen 22.00 Uhr endlich eine Unterkunft gefunden zu haben. Dies gilt nur für die Insassen, nicht für den Wagen. Denn der brachte seine Leistung wann immer auch wir sie abrufen mussten. Heute morgen brachen wir nun von Castres auf Richtung Albi und befinden uns nun in Carmaux bei einem schönen gemütlichen Frühstück unter der französischer Sonne auf einem typischen Dorfplatz. Wir alle sind uns einig, dass es nicht Sinn der Fahrt sein kann, eine Belastungsgrenze des Autos und an sich selber zu gehen. Es handelt sich hier um eine Vuelta nicht um eine Rallye obwohl der Wagen so langsam danach aussieht. Wir werden uns mehr Zeit nehmen für die Menschen die wir auf diesem Weg noch antreffen, jetzt in Frankreich, evt. Schweiz dann Deutschland. Zusätzlich geben wir denen mehr Zeit die evt. Über uns berichten wollen, oder andere Aktionen planen.

Um 11.00 verlassen wir diesen Ort, passieren Rodez, Valence, Richtung Grenoble, Annecy, dann schauen wir weiter. Fest steht, dass die Tour Ende August Richtung Palma von Braunschweig aus beendet wird. Alle anderen Termine können dann mit allen Beteiligten abgesprochen werden.

08.08.04 – 09.21 Uhr

Die Nacht vom 07 auf den 08 haben wir im Comfort Inn, in Lons, verbracht. Dazu entschlossen wir uns nach 12 Stunden reiner Fahrtzeit und dem nicht Auffinden eines Internetanschlusses in Form eines Internetcafes, dieses scheint hier eine Marktlücke zu sein. Außerdem waren Zündaussetzer des Motors zu spüren, wozu wir noch nicht mal die Kontrollleuchte brauchten, der deretwegen es in Deutschland einiges Aufsehen gab in Bezug auf die letzten Mexikokäfer, die auch Günther Jauch zum Thema machte in seiner Sendung. Da ich vom ADAC noch niemals im Stich gelassen wurde, lag die Entscheidung nahe, in der Zentrale in München anzurufen und das Problem zu schildern. Sie verbanden mich sofort an die Zentrale in Frankreich, der ich unseren Standort in Lons durchgab.



Mit der Bitte uns einen Mechaniker zu schicken, der sich mit dieser Art Motor auskennt und nicht sofort seinen Computer auspackt. Dies geschah binnen einer halben Stunde und wir alle sind dankbar ihn und seine Familie kennen gelernt haben zu dürfen. Aufgrund seiner Erfahrung mit Mähdreschermotoren der Firma CLAAS (Harsewinkel) war das Problemchen des 0,6 mm Abstandes der Zündkontakte im Verteiler schnell gefunden und gelöst (93 Sekunden). Das muss Ferrari erst einmal schaffen. Sie erhitzten Sich nach 13 Stunden Pyrenäen Überquerung und den gestrigen 12 Stunden Zentral Massiv Frankreich und verloren ihren korrekten Abstand.

Das muss Ferrari erst einmal schaffen. Sie erhitzten Sich nach 13 Stunden Pyrenäen Überquerung und den gestrigen 12 Stunden Zentral Massiv Frankreich und verloren ihren korrekten Abstand. Aufgrund dieser wirklich hohen Belastung kann man es dem Motor verzeihen. Wir entschuldigen uns bei ihm, denn es war zu viel. Fotos anbei, Video folgt in den nächsten Wochen zum Download und als DVD.

Nun geht’s weiter: Route National 83 (10.36Uhr), Von Lons nach Besancon – Belfort – Muhlhouse – Freiburg. In Freiburg angekommen um 14.30 Uhr sitzen wir nun bei Martin in seiner Studentenbude und nutzen seinen Internetanschluss. Mit freundlicher Unterstützung der Universität Freiburg. Manu wird uns heute wie geplant verlassen, da ihre Familie sie in Heidelberg sehnsüchtig erwartet. Uns 3 besteht eine Nacht in Freiburg bevor. Morgen geht es dann weiter über Karlsruhe – Heidelberg – Mannheim - Worms – Koblenz – Ahrweiler – Köln. Dort wird uns dann Timo Richtung Palma de Mallorca verlassen und die Tour von dort aus weiter promoten. Mit 3 vollen Tapes bestückt wird er einen kleinen Film schneiden und vertonen. Dieser wird dann in den nächsten Tagen hier bei uns zu sehen sein. Alle weiteren Aufnahmen der gesamten Tour bis Ende August werden ihm zur Bearbeitung zugestellt. Mit Martin fahre ich dann zurück nach Ahrweiler zu meiner Familie und Freunden. 1 – 2 Tage zur Genesung, um dann die Tour nach Braunschweig wie geplant fortzusetzen.

Der Mann, der unter seinem Auto liegt an der Ampel, repariert gerade im laufendem Verkehr seinen Wagen mit einem Vorschlaghammer.

PS: Der Abschleppwagen wurde übrigens NICHT eingesetzt!

09.08.04 – 08.01 Uhr

Wir bedanken uns für den perfekten Service aller Mitarbeiter/innen im Biergarten Feierling, Schlossgarten, Art Café und Karma. Besondere Grüsse senden wir an das Karma, deren Strandatmosphäre uns Mallorquiner verdammt gut gefallen hat. Auch einen besonderen Gruß an den Herren im Schlossgarten, der den perfekten Sonnenuntergang aufgrund seiner Platzwahl immer im Auge hatte. Ein Rat an seine Partnerin: Wenn Sie das nächste Mal mit jemandem ausgehen, dann achten sie darauf wie sich ihr Partner setzt und wo er sie hinsetzt.
Es kann nicht sein, dass ein Mann seine Begleitung gegen die Wand schauen lässt. Für mich ein Unding dies gestern beobachten zu müssen. Danke auch an die Uni Freiburg für die hervorragende Unterbringung. Jetzt geht’s frühstücken und um 9.00 machen wir uns auf den Weg in Richtung Köln.

Zitate:
Michael Als wir Andorra verließen und ihm bewusst wurde, angesichts der Pyrenäen, welche Streckenverlauf wir gewählt hatten: " Ihr wollt mir doch jetzt nicht erzählen, dass es hier keinen Tunnel gibt."

Michael als vor uns eine Seilbahn auftauchte: "Es kann doch nicht sein, dass ich da hoch soll wo die eine Seilbahn gebaut haben."

Timo nachdem der französische Mechaniker in Lons Manuela erklärt hatte, dass die Zündkontake im Verteiler nicht weniger als 0,6 mm Distanz haben dürfen, und er ihr erklärte dass die Ursache dieses Zwischenfalls an der Überhitzung des Motors lag, und sie es Timo erklärte, fragte er sie: "Wovon redest du? Meinst du unseren Kontakt?"

Michael nachdem er zum 10ten Male einer Bedienung eine Frikadelle ans Ohr quatschte, meinte Timo: "Michael du erzählst zuviel Details, weniger ist mehr, sag ihr einfach sie soll reinklicken!"



15.16 Uhr
Sitzen in Niedernhausen vorm Rathaus und legen eine kleine Pause ein. Grund ist ein kleiner alter Flachmotor der der Meinung ist das wir etwas essen und die Menschen in Niedernhausen kennen lernen sollten. Es ist ein kleines Städtchen in der die Welt noch in Ordnung ist. Im Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und sympathisch und verkürzen uns die Zeit während des Wartens auf das Service Team des ADAC. Die extra einen Mechaniker angefordert haben.
Alle Beteiligten wissen die Hilfe der ADAC - beschäftigten zu schätzen auch wenn sie dazu nur einen Schraubendreher brauchen. Gruß an die Chefredakteurin des ADAC München und den Chefredakteur der sich gerade im Urlaub befindet. Gespannt bin ich darauf, wie sie diese positive Werbung für sie in Schriftform veröffentlichen.

Ein besonderer Dank an die über aus freundliche und sympathische Mitarbeiterin Stefanie, des Rathauses Nierdernhausen, die diese gefährliche Notsituation sofort erkannte und uns ohne zu zögern die Telefonleitung nach München zur Verfügung stellte - ohne finanzielles Interesse. Dies obwohl wir nur 4 gestrandete sind aus Freiburg, Wolfsburg, Palma de Mallorca und Peguera/Mallorca und nicht aus Nierdernhausen stammen.

9.8.04
Nachdem wir nun Timo am Kölner Flughafen absetzten, fuhren Martin und ich zurück nach Ahrweiler, um die hervorragende Küche meiner Mutter auszukosten. Für die Nacht waren zwei Gästezimmer vorbereitet.

19.20 Uhr
Ich erklärte dem ADAC Notdienst (0180 – 2 222 222), dass ich genauso wie in Lons (Frankreich), niemanden mit Computer brauche sondern einen Mechaniker ohne Abschleppwagen. Binnen wenigen Minuten tauchte auch dieser besagte Mechaniker auf und prüfte als erstes die Verteilerkontakte, da mir die spürbaren Probleme des Motors bekannt vorkamen. Er kontrollierte den Spaltabstand und stellte ihn exakt auf 0,4mm ein. Danach säuberte er den gesamten Verteiler und wir führten einen ersten Startversuch durch. Der Motor lief vielleicht einen Bruchteil einer Sekunde bis mir das Stopp zugerufen wurde. Wir alle mussten feststellen, das beide Benzinleitungen zu den Vergasern sich unter Belastung lösten und Benzin herausspritzte. Dies alles wurde vor Ort gewissenhaft behoben und dann erklang für uns alle der gewohnt ruhig laufende Motor. Wir verabschiedeten uns und fuhren über Ahrweiler zum Kölner Flughafen um Timo einchecken zu lassen. Den jetzigen Text tippen wir um 19.20 Uhr in der Lobby des Germanwings Terminals.


10.8.04


Nach einer durchschlafenden Nacht erwartete uns nun ein komfortables Frühstück. Den Vormittag nutzten wir, um Martin, der sich noch nie in dieser Gegend aufhielt, die Ahr und ihreUmgebung näher zu bringen. Nach einem hervorragenden Mittagessen in meinem Elternhaus, ging es dann Richtung Köln zur Oma. Punkt 16.30 Uhr führten wir sie zu ihrem Auto, um dann alle gemeinsam ein, zwei Stündchen am Haus am See (Lindenthal) zu verbringen. Anfänglich kam der Regen nur von oben, doch mit zunehmender Windstärke des Öfteren auch von der Seite. Angesichts des Wetterumschwungs entschlossen wir uns, die Oma ins trockene Innere des Restaurants zu führen.

Die Versuche des Kellners mir zu erklären, dass man das Essen dort zu verzehren hat, wo man es auch bestellt, konnte ich in diesem Augenblick nicht nachvollziehen und machte ihm klar, dass ich keine Diskussionsmöglichkeit in diesem Punkt sah. Priorität hatte hier einzig und allein eine trockene und warme Sitzmöglichkeit für meine Oma. In Spanien reagiert man auf Wetterveränderungen etwas unkomplizierter und zollt dem Alter mehr Respekt .



Vor der Tour gab es Bedenken der Familie bezüglich der Runde um den Dom mit meiner Oma. Hierzu möchte ich feststellen, dass sie wohl am wenigsten Probleme damit hat. Dies stellte sich in dem Gespräch am See schnell heraus. Also die Runde um den Dom findet statt!!!!!! Allerdings erst nach der Tour nach Braunschweig. Dann auf der Rücktour mit zwei rechtschaffenen Zimmermannsgesellen auf der Wanderschaft (Walz), geht es wieder Richtung Palma. Die Tour wird voraussichtlich am Atlantik vorbei, dann parallel zu den Pyrenäen am Mittelmeer entlang Richtung Barcelona und dann nach Palma führen. Dann gibt es auch mehr von den ersehnten Strandfotos zu sehen.

Zurück in Ahrweiler genossen wir zum wiederholten Male die häusliche Küche und zahlreiche tief greifende Gespräche. Die darauf folgende Nacht 11.8.04 regnete es ununterbrochen. Diesen Text schrieben wir nach dem Frühstück Punkt 10.45 Uhr. Nun machen wir noch ein Paar Fotos und werden uns dann nach Bodendorf zu meinem besten Freund und seiner Familie begeben. Freundlicher Weise stellen sie ihre Internet-Verbindung zur Verfügung. Uhrzeit: 13.00 Uhr.

08.04 - 22.04 Uhr
Morgen am 12.08. geht's um 09.00 Uhr nach Köln. Martin bleibt in Köln um diese schöne Stadt kennen zu lernen. Danach geht's Richtung Braunschweig. Gegen 14.00 - 15.00 Uhr Ankunft Autohaus Voets. Schöne Grüsse schon mal vorab an alle Mitarbeiter.

13.08.04 - 12.29 Uhr
Das Auto steht in Braunschweig und die Nacht verbrachte ich in einem wundervollen Braunschweiger Hotel. Heute finden weitere Gespräche mit der Marketingabteilung des Autohauses Voets statt. Man darf weiterhin gespannt sein was passieren wird.

14.08.04 Braunschweig
D
er Wagen bleibt im Autohaus und wird für die Rücktour fit gemacht. Der ADAC stellt mir einen Leihwagen bis zum 22.08.04 zur Verfügung und übernahm die Hotelkosten. Ich frage mich, wie oft darf ich mich bei diesem Club für die Unterstützung noch bedanken, bis sie mich dann letztendlich rausschmeißen. Wer Abends mal weggehen will sollte unter anderem. ins Biermuseum gehen.

15.08.04 Köln
Das Ringfest ist nur zu empfehlen. An alle Nachtschwärmer ab 18 Jahren, besucht die Flotte am Zülpicher Platz am Wochenende. Einziger Wehrmutstropfen: der Verlust meines Autoschlüssels! Danke dem ADAC für die Bereitstellung eines nagelneuen Ford Focus.

16.08.04,17.08.04,18.08.04
Gespräche mit Familie und Freunden.


19.08.04 Hamburg
Besuch bei einer Freundin bis voraussichtlich bis Samstag oder Sonntag. Dann steht wieder Braunschweig und Wolfsburg auf dem Programm

Aktuell Hamburg 20.08.04
Nachdem wir uns am Abend zuvor einige Stunden im Internet-Cafe aufhielten, wurde uns professionelle Hilfe durch Volker zu teil. Ein Computer Freak wie man ihn sich wünscht in Notsituationen! Zu finden im Internet-Cafe am Dammtor. Wer Hilfe benötigt in jeder Computerfrage wendet sich einfach an Volker Martin Nachdem wir ihn zum Bier einluden in die Turmbar vis a vis Dammtor-Bahnhof zog es uns zum Essen auf den Kiez ins Maredo. Perfekter Service bei gutem Essen. Grüße an den Betriebsleiter und sein Team. Wenn schon dort, dann muss man natürlich auch einen Spaziergang über den Kiez machen.

Weiterer Verlauf der Tour:
23.08.04 Braunschweig, Wolfsburg, Koblenz, Ahrweiler. Wer immer auch gerade Paguera ( Mallorca ) gebucht hat, sollte ins Cafe del Boulevard gehen und Natascha und Joe schön grüßen. Dort findet Ihr zwar kein Essen vor, dafür aber beste Lage und gute Musik am Abend. Ab 20.00 Uhr

Aktuell Hamburg 21.08.04
Gruß an Rainer Hankel. Ein Hamburger Taxifahrer auf den in jeder Situation Verlass ist! Zu erreichen unter Mobil: 0174/8858888 Ein Original wie er im Buche steht. Grüße natürlich auch an seine Familie. All meine Freunde in Hamburg kennen bald seine Nummer. Längere Fahrten bitte nach Absprache. Schönen Aufenthalt hatte ich auch im Hamburger Geschäft der englischen Firma Mulberry. Am Gänsemarkt, Neue ABC- Strasse. Das Team um die Hamburger Freundin hat viel Geduld mit mir gehabt. Schön, dass ich auch die gute Seele aller Edelboutiquen kennen lernen durfte. Mit Namen Joe.

Die Galerien in Hamburg ( Hanseviertel, Bleichenhof ) gehören einer Freundin die auch in Port Andratx zu finden ist. Wiedererkennungswert: Pferde

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27.08.04 Ahrweiler - Auto Topfit!
Mit dem heutigen Update gibt es wieder aktuelle Fotos der letzten Tage. Was ist passiert?

Pressetermin mit:
Braunschweiger Tageszeitung;
VW-Eigene Werkszeitschrift und Rhein-Ahr-Rundschau.
Inspektion Autohaus Vornberger. Fotos für eigene Mitarbeiterzeitung Vornberger für Marketingabteilung überlassen. Besonderen Gruß an den Mechaniker Dieter Dilgen, der seit 1969 beim Autohaus angestellt ist. Original Zitat on ihm " Team ist gut!!" Vielen Dank für kompetente Arbeit am Oldie.

Historisches Kennzeichen bekommt der VW am Montag. AW-VW160H. Rückfahrt vermutlich Dienstag.

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Pressebericht

„Letzte Fahrt“ für Sympathie-Träger
Von MANFRED REINNARTH

AHRWEILER. Der Rost frisst an den Felgen, und aus der Türe musste gerade eine schwere Beule herausgezogen werden. Ansonsten ist an der creme-weißen VW-Limousine vom Typ 3 mit Ahrweiler Kennzeichen vieles in so außergewöhnlich gutem Zustand, dass sie locker modernen Autos die Schau stiehlt. Gerade kriegt das Gefährt die TÜV-Plakette, dann geht es nach Mallorca.
Dort, auf der meist sonnigen spanischen Insel, lebt der 1965 in Ahrweiler geborene Michael Schulte-Karring. Der Zahntechniker, der nach seiner Ausbildung zum Meister auch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung mit Marketing-Lehrinhalten absolviert hat, will nun möglichst viel Aufmerksamkeit für sein Projekt erregen: seine Tour „Wolfsburg-Palma“. Sie begann vor einer Woche an der Geburtsstätte des Fahrzeugs (Juni 71 steht im Schein) und führte zunächst zu einem Vetter in eine Braunschweiger Werkstatt, wo der VW damals gekauft wurde. Schulte-Karring organisiert und klappert für die Tour. Inspektion und Ölwechsel wurden ihm bereits spendiert, ebenso ein Leihwagen und Hilfe vom ADAC.

Für die Tour hat der 38-Jährige eigens eine Internetseite angelegt, auf der er fleißig die Stationen dokumentiert. Zeitungen und Werkstätten sowie alte Wegbegleiter säumen die geplante Strecke, die über Frankreich und die Pyrenäen zur Fähre nach Mallorca führen soll. In Heidelberg wird Schulte-Karring zum Beispiel eine leukämiekranke Frau besuchen, die im Internet von der Tour erfuhr und die Visite wünscht. „Das Auto ist ein absoluter Sympathie-Träger, noch beliebter als ein VW Käfer. Er steht für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit“, freut sich der Besitzer. „Die Leute lächeln, selbst wenn es mal regnet.“ Auf dem Tankdeckel hat schon mancher Tankwart, Polizist oder anderer netter Mensch unterschrieben. Auf der Türe klebt das Tourlogo und überdeckt die Beule - eine Erinnerung an eine spanische Laterne. Bei der Zulassungsstelle in Ahrweiler hat Schulte-Karring ein Oldtimerkennzeichen beantragt. „Wegen der Beule geht das aber angeblich nicht.“

Der Schriftzug „1600 Automatik“ auf der Heckklappe sieht aus wie neu. Die Pedale sind mit Original VW-Belag ausgestattet, die Zugschalter unbeschädigt, und das filigrane, schwarze Lenkrad hat wie am ersten Tag einen verchromten halben Hupring. „Modern“ wirkt im Vergleich die Automatikschaltung, aber auch die ist Original. „Nur“ zehn Liter Super, schluckt der Motor, in Spanien gibt s verbleiten Sprit.

Das Auto gehörte übrigens früher Oma Annemarie in Köln. Die inzwischen 93 Jahre alte Dame fährt aber schon lange nicht mehr damit. Fünf Jahre parkte der VW in einer Gelsdorfer Scheune und sollte schon verkauft werden, als just an dem Tag, an dem endlich ein Käufer gefunden war, der Renault Clio von Michael Schulte-Karring den Dienst versagte. „Manches soll einfach so sein“, bemerkt er hintergründig. Die angekündigte „letzte Fahrt“ des VW 1600 klingt nach einem Abschied für lange Zeit.

Und was erwartet den VW 1600 in Paguera, im Südwesten der Insel? „Ich werde ihn für Touren auf der Insel nutzen.“ Wer will, kann den Deutschen ja dort mal besuchen und fragen, ob er mitfahren darf. Um Geld, versichert der schlanke Mittdreißiger, geht es ihm nicht.

Der Artikel erschien am 27.08.2004 in der © Kölnischen Rundschau


30.08.2004 - Ahrweiler

Es wird kalt in Deutschland - Morgen geht's los. Das historische Kennzeichen hat der VW bekommen und fährt jetzt zurück nach Spanien unter dem Kennzeichen AW-VW 671 H (6 = Juni / 71 = Jahr >>>Erstzulassung)

Folgende Route wird nach Barcelona genommen:
- Darmstadt
- Heidelberg
- Baden-Baden

Mittwoch = Frankreich
Donnerstag = Spanien
Freitag = Fähre

++Unverbindlich++

Wie der Zufall so will, auf der Reise nach und durch verschiedene Städte, lernt man Menschen kennen. In diesem Falle eine Maskenbildnerin aus bad Neuenahr. Im Fitness park kam es zum Gespräch. Die Verbindung zu VW war der Knackpunkt. schnell wurde klar, die Events in der Autostadt Wolfsburg sind durch ihre Oldtimer eine Attraktion für die Besucher und die Liebhaber. Dahinter stehen verschiedene Menschen, Event Manager, Schauspieler und unter anderem auch die Maskenbildnerin Maria Schenker ein Special Make up Artist sorgte oftmals für das besondere Flair in den Veranstaltungen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verbindung zu Michael Schulte-Karring und seinem Oldtimer, sowie dem Hersteller VW, weiterhin zu Verbindungen zwischen Menschen führt... und bleibt.

Maskenbildnerin
Maria Schenker
Tel. 01712444499

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31.08.2004 - Abfahrt aus Deutschland
Es wird Zeit nach Süden zu ziehen und ich freue mich auf Spanien. Ein Land in dem es weder Spurrillen gibt noch Verkehrsschilder, die keinen Sinn ergeben, lächelnde Verkäuferinnen (auch wenn man um 22.30 Uhr noch einkaufen möchte).

Ich freue mich auf die spanische Mentalität und das Inselklima. Dort wird es mir dann auch wieder Spaß machen zu tanken und auch das Dosenpfand werde ich nicht vermissen... Auch die Mülltrennung wir dort von Maschinen übernommen.
Dies geschieht in Deutschland auch, allerdings muss die Vorsortierung die Bevölkerung übernehmen.

Mittlerweile bin ich nach 2 Stunden Autofahrt in Darmstadt angekommen bei Diana und Jörg (und Baby Rafael). Den Abend zuvor verbrachte ich noch mit Freunden im Irish Pub in Bad Neuenahr. Ich brauchte 3 Wochen, um herauszufinden, wo man in dieser Stadt des betreuten Wohnens weggehen kann und sich wohlzufühlen. Gruß an Dominik. Leider vergaß ich an diesem Abend die Kamera.

Grüße auch an die Mitarbeiter des Autohauses Vornberger für ihre tatkräftige Unterstützung, an den TÜV Rheinland, die Zulassungsstelle Ahrweiler, Fitnesspark Ahrweiler und seine Boxtruppe. Gruß auch an alle, die mich kennen und mich ertragen durften.


01.09.2004 - Vergaser Einstellungen
Am Motor wurden folgende Arbeiten erledigt:
Vergasergestänge einjustiert (war verstellt). Zündzeitpunkt mit Blitzlampe neu eingestellt. Leerlaufdrehzahl und Gemisch eingestellt. Vergaser mit dem Synchrontester synchronisiert. Schließwinkel war OK, der ADAC-Mann hatte bei seiner Pannenhilfe am 9.8. mit einem Unterbrecherkontaktabstand von 0,4mm den Schließwinkel ziemlich exakt getroffen. Das Ventilspiel konnte nicht überprüft werden, da hierfür der Motor kalt sein muss.

Durch das hohe Alter (jede Schraube ist immerhin 33 Jahre alt) und die hohe Kilometerleistung des Wagens (über 200.000 nach Angabe von Michael) ist es heute gar nicht so einfach, dem Motor das entsprechende Feintuning zu verpassen. Beim Automatic kommt hinzu, dass der Motor im Leerlauf nicht zu hoch laufen soll, bei eingelegter Fahrstufe an der Ampel aber auch nicht ausgehen soll.

Wir haben das so gelöst, in dem wir die Grundeinstellung vorgenommen haben, und anschließend Probe gefahren sind, und nach jeder Probefahrt die Einstellung wieder etwas korrigiert haben.

Nach erfolgter Motoreinstellung ging es zu Jörgs Garagen. Dort wurde aus dem umfangreichen Ersatzteilfundus eine neue Zierleiste für die Fahrertür angebracht. Die alte war nach dem unsanften Laternenkontakt nicht mehr zu gebrauchen. Der VW 1600 begegnete bei dieser Gelegenheit zwei seiner Brüder, einem grauen VW 1500 Karmann Ghia Typ 34 von 1962 (gleiches Fahrgestell und gleiche Technik wie der VW 1600 Typ 3, aber eine andere Karosserie) und einem blauen VW 1500 S von 1965.

Noch ein paar kurze Telefonate mit Heidelberg, Baden-Baden, Spanien und dem Chefredakteur einer Braunschweiger Zeitung (der Artikel erscheint heute am 1.9.), Verabschiedung von Diana und Jörg (Baby Rafael schlief gerade), und dann ging es wieder auf die Autobahn mit dem Ziel Heidelberg (genau gesagt nach Untergimpern - für die, die sich auskennen...)

Wer einen guten Verkehrsplaner (Jörgs Job) oder einen VW 1500/1600 (Typ 3)-Spezialisten (Jörgs Hobby) sucht, kann sich gerne mit ihm in Verbindung setzen: Ingenieurbüro Fischer, Evenaristr. 25, 64293 Darmstadt, Tel. (06151)
59900-0, Fax -11.
www.ibf-darmstadt.deDer Club der VW-Typ 3-Liebhaber ist auch im Internet: www.typ3.de



01.09.2004
Nachdem ich gestern in Untergimpern Uschi Heim getroffen habe (eine sehr interessante Frau) tauchte ich um 22.15 Uhr in Baden Baden auf. Da die Motoreinstellung in Darmstadt etwas länger gedauert hatte, nehme ich mir nun etwas Zeit für meine Tante - die letzte familiäre Station in Deutschland.
Dann geht es nach Barcelona und ich freue mich auf unsere spanische Familie vom Cupidor in Paguera. Ferner freue ich mich auf meinen Arbeitskollegen Alex
+ Sergio, meine Freunde Dr. Schmittner, Dr. Skadi Lange (Palma),
+ Natascha + Joe (Cafe del Boulevard), Silke + Wolfgang (El Bar), Hermine + Jose (bei Hermine), Ricky und sein Team (Rendezvous Paguera), Ilse (Illetas), die Jungs von der Guardia Civil, die Tankwarte der Costa de la Calma, Amelie + Rudi - um nur einige zu nennen. Ein besonderer Gruß auch Richtung Hamburg!

Ich freue mich auf mehr als nur 1x grillen im Monat (auch ohne Absprache...)

Trotzdem fällt es mir schwer, Deutschland zu verlassen, und ich weiß genau:
Weihnachten freue ich mich auch wieder auf Deutschland.

Jetzt werde ich mit meiner Tante Baden Baden unsicher machen, und die Pferderennbahn in Iffezheim besuchen. Alles weitere folgt beim nächsten Internetzugang.

Gruß Michael

Pressebericht 03.09.2004

Zum Ölwechsel nach Braunschweig

Nach 33 Jahren kehrte ein Volkswagen 1200 zur Reparatur ins Autohaus Voets zurück

Von Dieter Schäfer

Mit kernigem Bullern klimmt der Volkswagen 1600 die Steigungen der Pyrenäen hoch. Michael Schulte-Karring ist mit seinem 33 Jahre alte Oldtimer auf dem Weg von der Sonneninsel Mallorca nach Braunschweig. Jetzt hat der 38-Jährige seinen schneeweißen Wagen im Autohaus Voets überholen lassen.

"Meine Großmutter hat das Auto 1971 bei Voets gekauft", erinnert sich Schulte-Karring. "Sie war damals bereits 60 Jahre alt. Bei Voets kaufte sie das Auto, weil sie Verwandte in Braunschweig hatte." Das Auto war ein Glücksgriff. Beinahe ohne Pannen fuhr sie mit ihm mehrere 100 000 Kilometer weit.

Vor sechs Jahren gab die damals 87-jährige Seniorin das Autofahren auf. "Wir wussten nicht, was mit dem Auto geschehen soll", erinnert sich ihre Tochter Roswitha Schulte aus Bad Neuenahr. "Das Auto stand vorübergehend auf dem Hof meines Hauses." Dann wurde der Platz benötigt, der Volkswagen musste umziehen. Die Scheune eines Landwirts war von jetzt an seine Garage.

Nach weiteren zwei Jahren schien das Schicksal des alten Volkswagens besiegelt. Er sollte verschrottet werden. Michael Schulte-Karring, der drei Jahre vorher nach Mallorca übergesiedelt war: "Das wollte ich nicht zulassen. Das schöne Auto ist viel zu schade für die Schrottpresse." Der Autofreund holte den Oldtimer auf die Insel. Seitdem düste er mehrere 10 000 Kilometer weit mit dem Auto aus Braunschweig über Mallorca.

Der Wagen musste jetzt dringend von Fachleuten gewartet werden. "Klar, dass ich nach Braunschweig kam, wo meine Großmutter das Auto gekauft hat", sagt Schulte-Karring. "Ein bisschen mulmig war mir während der Fahrt aber schon."

Jetzt haben Voets-Techniker das Auto auf den Prüfstand gestellt. "Man muss wirklich Mut haben, mit dem Auto so weit zu fahren", räumt Julia Lutz von der Voets-Marketing-Abteilung ein. "Das ist ungewöhnlich und eine Anstrengung für ein so altes Auto."

Als Schulte-Karring im Autohaus anrief und seinen Besuch ankündigte, glaubte man dort zunächst an einen Scherz. "Wir konnten uns nicht vorstellen, dass jemand von Mallorca nach Braunschweig fährt, um den Wagen hier pflegen zu lassen", berichtet Julia Lutz. "Auch zweifelten wir, dass das Auto diese mörderische Strecke tatsächlich schaffen könnte." Erst als Schulte-Karring auf dem Hof vorfuhr, verflog die Skepsis.

Der Wagen ist in gutem Zustand, bestätigen die Autofachleute. Bis auf einige Kleinigkeiten waren nur wenige Lackschäden zu reparieren. "Auf Mallorca gibt’s schnell eine Beule, um die sich keiner kümmert", sagt der Braunschweig-Reisende. Am Wochenende will Schulte-Karring mit seinem Braunschweiger Oldtimer wieder Mallorca erreichen.

Quelle:
www.newsclick.de

07.09.2004 - Peguera/Mallorca

Was mir am Herzen liegt seht ihr auf diesen Fotos unten. Es gibt einen Mann, der nach dem Krieg und 5 Jahren Gefangenschaft mit seinem Motorrad ums Mittelmeer fuhr. Die Presse berichtete und die Motorradwerke unterstützen ihn. Das dieses auch heute noch funktioniert wurde mir und allen anderen die daran glaubten und auch allen Zweiflern bestätigt. Bücher werden geschrieben um gelesen zu werden. Es ist mein Glück als Sohn, dass der Vater dieses Buch schrieb. Dann weiß man woher welche Werte kommen und welche Werte einem anerzogen wurden.

Fazit dieser Tour folgt nachdem ich eine Distanz gewonnen habe. Mit allen für und wieder, und den Konsequenzen die ich daraus gezogen habe und ziehen werde. Es ist auch diesem Auto zu verdanken, dass ich meinem Vater noch persönlich meinen Respekt und Hochachtung ausdrücken konnte bevor ich mit dem Auto 2003 nach Mallorca fuhr.

Der Chefredaktion arbeitet an einem Video über die Tour, die später als Download zu Verfügung stehen wird oder als DVD zu erwerben ist. Gruß an alle die ich vor dieser Tour kannte und kennen lernen durfte.


09.09.2004 - Aus der Heimat zurück nach Hause

In den nächsten Wochen werden aktuelle Bilder von Mallorca gezeigt mit Schwerpunkt Südwest. Zudem von Menschen die Arbeiten müssen für ihr Geld und einiges zu berichten wissen. Dort kann man auch den Wagen persönlich antreffen und ihn gerne auf eine Probefahrt ansprechen. Bevorzugt Liebhaber dieses Typ´s. Gruß an den sympathischen Fahrer des blauen VW T3, der mir heute viel weitergeholfen hat und mir auf der Autobahn zur Seite stand. Bei Wunsch drucken wir gerne seine Email Adresse ab, denn von diesen Fans des T3´s gibt es hier auf der Insel einige. Wenn Ihr Lob, Kritik oder Fragen mir schreiben wollt, dann mailt an mallorca@vw1600l.de

PS: Seit ich den Wagen fahre, steht meine Kawasaki 900 Ninja ZXR in Topzustand in der Garage. In Kürze gibt's die Fotos und eventuelle Auktion über Ebay.

10.09.04 - Nachtrag Linz-Holzweiler-Gelsdorf(Grafschaft)- Bad Neuenahr - Untergimpern - Baden Baden - Barcelona

Heute gibt es einen Nachtrag mit Bildern die auf der Strecke geblieben sind.

Linz ist immer ein Besuch wert...

Zum Wetter sag ich erstmal nichts, das Bild spricht für sich. Den jungen Zahntechnikermeister Ingo Jahn, der sich in Holzweiler niedergelassen hat, werde ich ganz sicher in der nahen Zukunft hier auf der Insel begrüßen dürfen. Uns verbindet nicht nur der gleiche Beruf, nicht nur der gleiche Abschluss auf der Meisterschule Köln. In diesem Zusammenhang grüsse ich Jens Hegner, der das gleiche Schicksal teilt und jetzt Direktor dieser Meisterschule ist. Ebenso Andreas und Michael die in Koblenz tätig sind.

Die Scheune war 5 Jahre das Zuhause des VW´s und befindet sich in Gelsdorf
im Besitz der Familie Schuhmacher. Ein lieben Gruß und vielen Dank für die Gastfreundschaft, im Namen des Autos. Danke für den leckeren Kaffee.

Während des Besuches in Baden Baden fand gerade die Rennwoche statt (Iffezheim). In den Bereich der Rennbahn wurde ich auch ohne VIP Karte gelassen. Ein Lächeln und eine freundliche Erklärung "Warum" reicht manchmal aus. Der Besuch in Baden Baden dauerte einen Tag und meine 82-jährige Tante Jo erklärte mir nebenbei sie hätte das erste Rennen nach dem Krieg dort gewonnen. Dies belegte sie dann auch später mit Fotos und Dokumenten. Es folgte ein Termin mit der Badischen Zeitung (BT).

Sie wollten berichten und ich wünsche mir sie haben Wort gehalten. Nicht das es besonders wichtig wäre aber so würde das Knöllchen, das der Wagen von einer netten Politesse bekam vor dem Redaktionsgebäude einen Sinn haben.

Zu dem netten Herrn im VW ist nur zu sagen das er äußerst sympathisch war und auch einen solchen Automatic von VW fuhr. Wir begegneten uns danach noch einmal auf der Strasse, diesmal saß er in einen weißen Porsche. Zum Leos und seinem Serviceteam möchte ich nur sagen, wann immer ich auch wieder in Baden Baden bin, mich dort wieder hinbegeben werde. Da man dort bestens umsorgt wird und man wunderbar das Zeitgeschehen beobachten kann. Ein besonderen Gruß an den Chef des Hauses, der sich trotz größtem Stresses sehr viel Zeit für ein Gespräch nahm. Eine Gruß auch an Uschi Heim, die mir mit einer Mail während den Vorbereitungen für die Fahrt sehr viel mehr geholfen hat, als ihr glaub ich bewusst war.

Klar dass ich ihr den Wunsch erfüllte und sie zwischen Darmstadt und Baden Baden in Untergimpern besuchte. Dir und deinen 3 Katzen und dem menorquinischen Hund wünsche ich alles Gute in der Zukunft und dies trifft natürlich auch auf deine Freunde zu. Deine Freundin übrigens in Cas Concos werde ich natürlich bei Zeiten besuchen.

Ist es natürlich von Vorteil, dass sie dort ein Restaurant besitzt, denn Hunger werde ich mitbringen. Hallo Konstantin, die Plätze die wir für dich und deine Kumpels reserviert hatten, gingen 1200km nach Barcelona an 2 Slowaken die nach Spanien trampten.

Aber ich denke wir werden noch heraus finden warum die Kontaktaufnahme nicht mehr klappte. Ich hätte gerne 2 von euch auf der Walz mitgenommen. Dieses Foto wurde gemacht kurz vor der Abfahrt aus Barcelona.