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13.05.2005 - Der Start der Vuelta

Es geht los!

Wir sind nach zahlreichen Interviews mit der Lokalpresse Mallorcas am Inselradio verabschiedet worden und fahren direkt zur Fähre.

Die Wartezeit nutzen wir natürlich, um diese Informationen zu schreiben und die Bilder abzuspeichern.

Start der Vuelta 2005

Eine unendliche Stunde müssen wir noch warten, dann geht es endlich los. Schon beim warten auf die Fähre bestaunen uns viele Passagiere. Die Meisten wissen auf Anhieb worum es sich dreht! Die ersten Inselradio-Luftballons wechseln den Besitzer. Die spanischen Kinder vom Festland freuen sich über die unverhofften Geschenke. Die Sympathien sind sofort auf unserer Seite, als wir über Aspanob und deren Handeln berichten!

Die erste kleine Panne fällt uns auf: der Scheinwerfer vorne links hat sein Leben auf der Insel gelassen.

An Bord der Fähre wird es erst einmal schaukelig, es wundert uns sehr, wie reibungslos und routiniert es zugeht. Die spanische Gelassenheit kombiniert mit einer seltenen Professionalität begeistert uns. In ein paar Stunden werden wir Barcelona erreichen.

00.00 Uhr. Wir sind kurz vor Barcelona und können seit etwa 10 Minuten schon die Lichter der Stadt sehen. In schätzungsweise noch einmal 10 Minuten werden wir anlegen und wahrscheinlich ebenso zügig das Schiff wieder verlassen können.

Michael hat versucht, ein wenig zu schlafen. Zur Belustigung der anderen Passagiere tat er dies auf dem Boden des Salons ;-) Dies tat er in weiser Voraussicht, wie sich später herausstellen sollte.

Gegen 0.30 Uhr verlassen wir die Fähre und fahren durch Barcelona Richtung Girona. Auf dem Weg dorthin entschließen wir uns in Roses zu übernachten. An einer Tankstelle treffen wir auf einen R.A.C.C.-Fahrer, ein spanischer, gelber Engel also. Doch dieser hat weder die von uns benötigte Glühbirne, noch das richtige Werkzeug an Bord.

Glauben wir an das Gute im Menschen ;-) Irgendwo zwischen all den Sachen von Aspaonb, Inselradio und unserem Gepäck findet Michael noch ein Glühbirne, die erste „Panne“ ist also behoben.

Endlich in Roses angekommen, müssen wir feststellen, dass auch das letzte Hotel ausgebucht ist. Der freundliche Nachtportier des Vistabella***** lässt es sich nicht nehmen, einen freien Platz auf dem Lack des rechten Kotflügels zu suchen. Er war wirklich nett und deshalb machen wir hier für sein Hotel ein wenig Werbung. Immerhin haben wir bereits 4.00 Uhr! www.vistabellahotel.com

Nun versuchen wir es in den Hotels vor der Stadt und hoffen dort noch ein freies Zimmer zu ergattern. Auf dem Weg dort hin kommt es, wie es kommen musste. An einer von der Mossos Civil (Verkehrspolizei) eingerichtete Alkoholkontrolle werden wir herausgewunken. Doch der freundliche Polizist schaut nur ungläubig auf und in den VW und sieht dann seinen Kollegen fragend an, der uns herauswinkte, um uns gleichzeitig weiterzuwinken. An dieser Stelle ein mitleidiger Gruß an die betrunken angehaltenen Autofahrer, die an der Kontrolle auf den Abtransport warteten! Don’t drink and drive….

Nun geht die Suche nach einem Hotel aber weiter und scheint nicht wirklich von Erfolg gekrönt zu sein. Allerdings fallen uns die vielen Discos auf, vor denen immer noch Leute Schlange stehen. Unglaublich!

Nun denn, mittlerweile ist es 05.30 Uhr und es scheint den Hoteliers in der Gegend wirklich gut zu gehen. Also fahren wir weiter nach Frankreich und hoffen dort mehr Glück zu haben.

Ein letztes Mal noch nehmen wir den günstigen spanischen Sprit an Bord und dann machen wir uns auf nach Perpignan. Wir sind zwar mittlerweile so müde, dass wir auch auf Stroh schlafen würden, aber ein, zwei starke Kaffee hatten den Sinn, uns den Schlaf zu ersparen.

Es überholen uns laufend ganz offensichtlich extremst angeheiterte Franzosen in ihren Kleinwagen, die nichts eiligeres vorhaben, als nach Hause zu kommen. Kein Wunder: France 1 km! 5.42 Uhr, Wir sind in Frankreich!

Es folgt eine kleine nächtliche Irrfahrt, nachdem die Franzosen es nicht geschafft haben, unsere Koordinationskompetenz vollkommen auszuschöpfen. Wahrscheinlich lag es auch an der Müdigkeit….

…jedenfalls bedanken wir uns bei dem Bauern, der uns ohne sein Wissen und Dazutun auf seinem Acker unter einem Apfelbaum hat schlafen lassen, nachdem wir wieder in Spanien gelandet waren.



14.08.2005 - Kein Internet in Frankreich - Erinnerungen an die Vuelta 2004 werden wach...

8.30 Uhr, ich werde wach, weil es unter und um mich herum poltert und rappelt. Neugierig öffne ich die Augen, wo bin ich? Ach ja, ich mache ja diese verrückte Tour mit. Nachdem ich mich orientiert habe, merke ich, wie ernst die Lage ist. Habe ich doch die vergangenen 2 Stunden von meinem Bett und dessen Inhalt träumen können.

Also gut, es geht weiter. Die Mautstation, der Zoll, wir sind wieder in Frankreich. Diesmal lassen wir den Franzosen keine Chance uns abermals in die Irre zu schicken und nehmen die Autobahn.

Nach kurzer Fahrzeit erreichen wir das Weinanbaugebiet Rousillion, rechts und links der Autobahn sieht man nur Weinberge und in einiger Entfernung die Ausläufer der Pyrenäen. Überall ragen Windkraftanlagen in den Himmel, doch wie in Deutschland steht auch hier jede zweite still und verursacht Kosten.. Anscheinend sind auch die Franzosen der Meinung, man müsse mit teurer Windkraft der Umwelt zur Hilfe kommen.

Es wundert, dass man in Spanien - deinem Land, in dem es früher mehr Windmühlen, als irgendwo in Europa gab – nicht eine einzige Windkraftanlage gibt. Rechnen konnten die Spanier schon immer! Seitenwind und die Spurrillen der französischen „Highways“ erlauben es aber eh nicht, sich auf die Landschaft zu konzentrieren.



09.41 Uhr 100 KM bis Montpellier.

Auch im Land der Renaults und Peugeots kennt man den VW und nicht nur VW-Fahrer grüßen uns fröhlich. Manchmal hat man das Gefühl, man trägt hier dazu bei, - nicht zuletzt angesichts der Pannenstatistik französischer Autos – die Kaufentscheidung für die nächste Karosse mitzubeinflussen. Jedenfalls ist allein die Anwesenheit des 1600l auf der gut ausgebauten Autobahn ein marketingtechnisches Bollwerk, welches die Blicke auf sich zieht.

Das gute Wetter in Frankreich macht uns Mut und wir versuchen auf direktem Wege das Brenners Parkhotel in Baden-Baden anzusteuern. Auch das Leo’s - ebenfalls in Baden-Baden - wird eine Station werden. Zeit für Terminabsprachen blieb leider nicht….

Immer wieder sehen wir die Daumen nach oben, auf Frankreichs Straßen ist kein Auto unterwegs, welches auch nur annähernd so viele Jahre auf dem Puckel hat, wie der VW! Und tatsächlich, seit nun fast 1000 Kilometern schnurrt der Boxer im Heck wie eine zufriedene Katze.


11.30 irgendwo in Frankreich


Der VW hat Durst, wir auch. An einer Tankstelle gibt es auch noch schnell eine Kleinigkeit für den Hunger und eine halbe Stunde Pause, dann geht es weiter. Wir haben Kurs auf Lyon genommen, das sind noch etwa 200 KM.
Spruch des Tages: „Ich hasse Staus auf dem Festland, man weiß nie, wo sie anfangen und nie, wo sie aufhören!“
Ja, Staus gibt es also auch in Frankreich? Ein kleines, etwas blechern klingendes Geräusch verwirrte Michael zusehens. Es kommt und geht, ich merke davon nichts.


O-Ton Michael: „Da kommt jetzt etwas auf uns zu!“
In einem kollektiven Anfall positiven Denkens, einhergehend mit der Hoffnung, einigen wir uns darauf, dass das Geräusch von meiner Laptoptastatur stammen muß.

Im Standgas merken wir, dass die Vergaser asynchron laufen, kein großes Problem, wie gesagt, man merkt es bislang nur im Standgas. Vielleicht doch ein etwas größeres Problem? Michael kann kein Vollgas mehr geben. Zweite Diagnose: Zündkontakt verstellt. Na denn…das heißt wohl jetzt mal hoffen, dass hier jemand unsere Sprache spricht. Was heißt Zündkontakt auf französisch? Mondieu!

Oberstes Gebot: locker bleiben. Vertrauen wir auf den französischen ADAC. Mann, haben wir da eben noch über die Pannenstatistik gelästert? Sicher wissen die überhaupt nicht mehr, was ein Zündkontakt ist. Aber erstmal ist ja noch Stau. Da braucht man kein Vollgas.


Bis zu einer riesigen Raststätte (besser gesagt zu einer kleinen Raststätte mit einem riesigen Parkplatz) haben wir es geschafft. Nun versagen die Handies. Ein Problem kommt selten allein. Angeblich gibt es auf dem Rastplatz kein Telefon. An Internet ist in Frankreich schon gar nicht zu denken, jedenfalls haben wir seit der Einreise kein einziges offenes WLan entdeckt. (später noch mehr dazu).


Michael zieht also los und findet jemanden, der uns mit seinem Handy telefonieren lässt. An dieser Stelle herzlichsten Dank an den Deutschen Urlauber von dem wir weder Namen noch sonst etwas kennen. Auf dem Kotflügel verewigt hat er sich selbstverständlich, während seine Frau mit Kind und Hund auf das Auto aufpasste.


Anfangs dachte er noch, Michael wolle ihn nur von seinem Auto ablenken wollen und dann vergaß er selbst noch in aller Hektik und nach den irritierenden Aussagen des Pannendienstes - wie das hier in Frankreich abläuft – sein Handy bei ihm im Auto. Freundlicherweise brachte er es uns zum Auto, just in dem Moment, in dem Michael es vermisste.


Der französische Pannendienst hat sogar einen deutschsprechenden Agenten. Dieser erklärt uns dann jedoch, dass er nicht auf privatem Gebiet, also auf der Raststätte tätig werden darf und verweist uns an den Tankwart. Dieser kommt, schaut und nachdem er ein paar mal am Gasgestänge gezogen hat, erklärt er mit fragendem Blick, er sei gar kein Techniker, noch kenne er einen Ebensolchen.


Also packen wir den Schraubenzieher aus und fangen selbst an zu werkeln. Ohne Kontaktlehre aber ein ziemlich sinnloser Versuch.


Und so wir fahren wieder auf die Autobahn und rufen von einer SOS-Säule den Pannendienst.


Noch mal Schraubenzieher raus und per Trial and Error und einer doppelt gefalteten Visitenkarte (wir hatten uns davon die 0,6mm Kontaktabstand erhofft) nähern wir uns einem Ergebnis, welches uns den Mut gibt weiterzufahren. Allerdings läuft der Motor nicht richtig rund. Den Pannendienst haben wir wieder abbestellt und fahren weiter bis zur nächsten Stadt. An einer Mautstation befindet sich eine Gendarmerie, die dortige Gendarme ruft uns entgegen unseren Erwartungen keinen Techniker, sondern ebenfalls den Abschleppdienst, den uns auch die vom ADAC geschickt hätten.


In der Zwischenzeit wird uns das Warten zu lange und wir fahren weiter, um uns erneut selbst um Hilfe zu kümmern.
An einer Tankstelle sagt man uns, der Einzige in der Stadt, der uns heute helfen kann, sei der FIAT-Händler von gegenüber. Und er sei auch der Pannendienst. Also landen wir Schlussendlich doch bei ihm. Immerhin hat er eine Kontaktlehre und stellt uns die Kontakte auf unsere gewünschten 0,6mm ein. Adieu Augenmaß! Es war schon ein Spaß, ihm zu erklären, auf welches Maß er die Kontakte einstellen muß… nach 10 Jahren ohne Französisch eine Handundfußaktion! Überhaupt, hier ist man ohne Französisch relativ aufgeschmissen. Eine Fremdsprache spricht hier niemand!


Jetzt kommt’s aber… als wir ihn fragen, was er bekommt, fallen wir fast in Ohnmacht. Er berechnet auch die Anfahrt und wir sind mit 130 Euros dabei. Kein schlechter Preis, für nicht einmal 10 Minuten Kontakte einstellen. Es erstaunte uns allerdings schon, dass er ein Wireless-LAN hatte. Alles prima soweit, aber entweder, er hatte seine Rechnung nicht gezahlt oder den DSL-Stecker gezogen. Jedenfalls auch hier kein Internet. Vielleicht kann er die 130 Euro für seinen Internetanschluss nutzen. Wahrscheinlich braucht er sie sogar dafür und wir fühlen uns besser, weil wir ein mal wieder gutes Werk getan haben ;-) *Insider*

Jedenfalls sind wir jetzt wieder auf Tour und stehen weiter im Stau. Die Aktion hat uns locker 4 Stunden gekostet, den Rest besorgt der Stau..


Unser Streben beschränkt sich im Moment darauf, dieses Land umgehend zu verlassen und wir können unseren Vorfahren nicht so richtig glauben.Nachdem uns die Panne viel Zeit gekostet hat, sind wir gegen 20.30 in Bourg in einem Autobahnhotel gelandet. Hier ist man nett zu uns und versorgt uns obwohl der Laden schon zu, noch mit einer guten Flasche französischen Rotweins. Den Flaschenöffner borgte uns der Portier.
Im Interview mit dem Inselradio hat Michael davon gesprochen, schnellstmöglich nach Baden-Baden zu wollen, damit bezog er sich auf das französische Teilstück, denn er erahnte die Strapazen dieser Strecke sowohl für uns, als auch für den VW, sollte auch nur das kleinstmögliche Problem auftreten.

Kurz vor Lyon ziehen dicke Wolken auf und wir dachten schon, wir kommen dem deutschen Wetter näher, aber es handelte sich nur um ein Gewitter (…hoffentlich?). Morgen werden wir es wissen.

Dann haben wir noch ca. 500 KM bis nach Baden-Baden, die wir gemütlich angehen werden, damit wir entspannt dort ankommen. Wie im Motorsport der Rennwagen über die Ziellinie geschoben werden darf, so werden wir morgen den VW nach Deutschland bringen. Jedenfalls hoffen wir, nicht noch einmal auf die Geschicke der französischen Pannenhilfe angewiesen zu sein! Es ist nun 21.50 Uhr und wir kommen endlich zu unserer verdienten Mütze Schlaf.


15.08.2005 Verschollen in Frankreich


Die Franzosen sind anscheinend Internetmuffel! Zumindest hält sich die Zahl der WLAN-Accesspoints sehr in Grenzen.


So haben wir auch keine Möglichkeit, aktuelle Berichte an die Homepage zu senden. Das wird sich wohl schlagartig ändern, sobald wir deutschen Boden unter den Füssen haben.



09.00 Uhr Weiter geht’s! Um unser Ziel in Baden-Baden wirklich schnellstmöglich zu erreichen, verlassen wir das Hotel ohne Frühstück und machen uns direkt auf den Weg. Das Wetter lädt uns zwar zur Umkehr ein, aber nach all dem Sonnenschein auf Mallorca und in Spanien können wir ein paar Tage Regen und schlechtes Wetter auch vertragen.
Um Frankreich möglichst schnell verlassen zu können, werden wir eine kleine Routenkorrektur vornehmen und Deutschland über Mülhausen ansteuern. Von dort aus nehmen wir Kurs auf Basel und biegen vor der Schweiz ab auf eine Landstraße in Richtung Lörrach.


Unsere Hoffnung, wir könnten das gute Wetter mitnehmen hat sich also nicht erfüllt, immer wieder wechseln sich Sonne und Regen ab, wie man es normalerweise aus dem April kennt. Immerhin kommen wir unserem Ziel näher und der VW hat sogar richtig Spaß an der Berg und Talfahrt in Frankreich, auch wenn die einsame Fahrt hier sehr anstrengend ist und viel Konzentration erfordert. Wir haben das Gefühl, der Wagen möchte nur noch in die Heimat, wie ein Pferd, das nach einem Ausritt nach Hause galoppiert. Da sich der Tachometer irgendwo in Spanien verabschiedete, können wir unsere Geschwindigkeit nur noch schätzen. Auch die Entfernungen haben so nur Schätzwert, einzige Orientierung geben uns die Entfernungsschilder entlang der Autobahn.


12.30 Uhr Wir haben soeben das Haut-Bois überquert. Hier scheiden sich die Flüsse, bisher liefen die Flüsse ins Mittelmeer, ab hier fließen sie in die Nordsee.
An den deutscher klingenden Städtenamen erkennen wir, dass wir es bald geschafft haben!

12.45 Uhr Wir haben den Grenzübergang passiert und sind glücklich darüber, endlich wieder den Boden des Heimatlandes unter den Füssen zu haben! Endlich hat die Mautabzockerei ein Ende. Unserer guten Stimmung kann auch der Regen nichts anhaben! Haben die nicht gesagt, das Wetter soll besser werden?


Wir nehmen es, wie’s ist, das Einzige, was man nicht ändern kann auf dieser Welt, ist das Wetter! Hoffen wir einmal, das bleibt auch noch lange so…

Zentrales Thema anscheinend im deutschen Radio, es scheint, als ob wir uns noch zwei Tage warm anziehen müssen. Heimatradio SWR3 interviewt gerade einen Wetterman, der uns für den Mittwoch Sonne verspricht, dann glauben wir dem mal!

Nach einer weiteren Stunde Fahrt, das erste Baden-Baden-Schild. Noch 48 Kilometer, wir sollten es in einer halben Stunde geschafft haben.


Blauer Himmel über Baden-Baden und wir wurden von einem Sonnenstrahl getroffen! Ist uns das Wetter doch gefolgt? Ich muß sogar meine Sonnenbrille rauskramen!



14.10 Uhr Wir erreichen Baden-Baden und müssen tanken.


Hat der Motor den deutschen Sprit nicht vertragen? Nein, der Anlasser dreht nicht mehr, obwohl das eigentlich seine einzige Aufgabe ist! Der Magnetschalter macht nicht mehr mit. Da der Anlasser sich unter dem Fahrzeug befindet, wird es nichts mit Klopfen, was dem Anlasser sicher ausreichen würde. Also rufen wir den ADAC herbei, diesmal aber den deutschen! Als der ADAC-Mann auf die Tankstelle rollt, sieht man bereits das Leuchten in seinen Augen. Er freut sich sicher, mal wieder richtig schrauben zu dürfen…und richtig, nachdem der Wagen aufgebockt wurde, packt er schweres Werkzeug aus und verpasst dem Anlasser zwei Schläge mit dem Hammer. Ein Dreh am Schlüssel und der Motor springt wieder an.

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Jetzt bitten wir den gelben Engel noch, nach der in Frankreich provisorisch eingestellten Zündung zu sehen und er nennt uns das Kontaktmaß von 0,4mm. Liegt das am Land? Da aber die Zündung verstellt ist, bringt er uns zu einem VW-Händler (Autohaus Burger) etwas außerhalb von Baden-Baden. Als wir auf den Hof fahren, schauen uns verwunderte Augen an.


Der VW an sich wäre sicher nicht so interessant gewesen, aber all die Unterschriften und die bunten Aufkleber lenken das Interesse vom aktuellen Gespräch ab. Der Inhaber und einer der Techniker erzählen uns später, dass sie selbst einen VW 1600 gefahren sind. Wir fühlen uns also in besten Händen. Es dauert eine zeitlang, bis die Zündung eingestellt ist, aber der Motor läuft merklich besser. Während der Arbeiten bleibt viel Zeit, um über alle möglichen Dinge zu sprechen und so erzählt uns Herr Burger, dass er kürzlich zur Vorstellung des aktuellen Passat auf Mallorca gewesen ist – das erste Mal, seit 20 Jahren. Er war begeistert von der Insel, ganz im Gegensatz zu seinem Urlaub vor 20 Jahren. VW’s Eventabteilung hat getreu unserem Eindruck also ganze Arbeit geleistet. Aber auch ganz klar, dass Mallorca seit dem einen Imagewandel vollzogen hat, auch wenn viele deutschen Medien stets bemüht sind, das Image der Hausfrauen- und Säuferinsel aufrecht zu erhalten. Missionararbeit leisten brauchen wir hier also nicht, das kommt später…


Als wir ihm von unserer Tour und deren Mission erzählen, brauchen wir die Einstellarbeiten nicht einmal zu zahlen. Nicht nur das, er erklärt sich sogar spontan zu einer Spende zu Gunsten von Aspanob bereit und wir halten ihn dabei fest, als er etwas in die Büchse wirft. Und wo wir schon einmal beim Spenden sind, der zufällig aufgetauchte Anzeigenberater des Badischen Tageblatts versenkte auch gleich einen Schein in der Büchse.


Zum Schluss empfiehlt er uns eine Pension ganz in der Nähe. Der alte Bahnhof in Kuppenheim, nicht mal 10 Minuten von Baden-Baden entfernt. Endlich wieder eine gute und reichliche Mahlzeit, die uns nach Frankreich fehlte.


Ach ja…moderne Technik? Nicht für uns!


Aufgrund der unterschiedlichen Essgewohnheiten von mir und Michael gab es sogar zwei zeitversetzte unterschiedliche Essen.


An der Bar kam Michael seinem Missionarsjob nach und warb nicht nur für die Insel, sondern auch für Aspanob. Der Erfolg misst sich in Scheinen in der Büchse!


Frau Cristea, die Inhaberin der Pension „alter Bahnhof“, erzählt uns von Ihren aktuellen Internetproblemen mit AOL. Bekanntermaßen gibt es mit diesem Provider ja schon einmal das Eine oder Andere Problem. Nach kurzer Diagnose erkenne ich auf den ersten Blick ein Kabelproblem. Schnell gelöst, Frau Cristea hat noch ein anderes Kabel da. Wir wechseln dieses aus und das Internet funktioniert!


Noch ein kurzer Anruf bei AOL, weil die Zugangsdaten bei einem Einwahlversuch abhanden gekommen sind und die Internetverbindung steht. Wir schauen uns noch kurz die aktuellen Änderungen der Homepage von Timo in Palma an und hören nebenher ein wenig Inselradio (auch ohne UKW ;-)) und sind jetzt überzeugt und glücklich, jemandem geholfen haben.

16.08.2005


Heute fängt der Tag mit einem Frühstück an!

Danach fahren wir nach Baden-Baden und steuern das Brenners Parkhotel an, welches wir vorher natürlich telefonisch informierten. Der Portier empfängt uns mit den Worten: „ja das ist doch mal ein Auto!“ und öffnet mir die Tür. Ja das ist auch mal ein Empfang!


Die Marketingchefin Bärbel Göner erwartet uns bereits. Michael bringt ihr unsere Mission bei, sie reagiert jedoch zurückhaltend, da sie die Sache mit der Hotelleitung absprechen muss.
Das Personal jedenfalls ist begeistert und verabschiedet uns ebenso freundlich, wie man uns empfangen hat.


Dann statten wir beim „Leo’s“ einen Besuch ab, dort erhalten wir einen Termin beim Chef für 15 Uhr am Nachmittag.
Jetzt schnell zum Badischen Tagblatt. Auch dort werden wir gerne empfangen und die Redakteurin hört sich unsere Geschichte an.
Zwischendurch muckt der Motor wieder und wir müssen der Werkstatt wohl noch mal einen Besuch abstatten. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einmal kurz Halt bei der Shell-Tankstelle, an der wir gestern den Anlasserausfall hatten. Der Angestellte lässt es sich nicht nehmen ebenfalls ein paar Euro in unsere Sammelbüchse zu werfen. Für seine Hilfe bedanken wir uns und senden auf diesem Weg natürlich auch einen Gruß an unseren Kontakt zu Shell in Hamburg! 
Beim Oldtimer-Spezi Burger wird der Motor noch einmal nachgestellt und scheint jetzt wieder problemlos zu laufen. 
Beim nächsten offenen WLAN werden wir eine kurze Mail ins SWR3-Studio schicken und hoffen auf deren Berichterstattung. www.swr3.de  


Wieder auf dem Weg nach Baden-Baden fahren wir am Rathaus von Kuppenheim vorbei und Michael biegt wie von einer magischen Hand gelenkt in die Tiefgarage unter dem Rathaus ein. Dort hören wir jemanden: „Das war noch ein VW“ und Sekunden später kommt er auf uns zu, um seine Neugier zu befriedigen. Schon ins Gespräch verwickelt, erfahren wir, dass er der Stadtplaner von Kuppenheim ist und da kommt auch schon der Bürgermeister Herr Mußler ums Eck, Michael’s eigentliches Ziel. Mit diesem Zufall hatten wir nicht gerechnet und wer weiß, ob wir auf eine andere Art und Weise so nah an den Bürgermeister herangekommen wären? Jedenfalls nimmt er jetzt rege am Gespräch teil und gibt uns den einen oder anderen guten Tipp. Er bietet an, am Stadtfest teilzunehmen, das ist allerdings erst am 10. September. Geht die Vuelta 2005 doch in die Verlängerung? Auch Herr Bernhard - der Städteplaner – gibt uns gute Tipps, so empfiehlt er uns bei der Fa. Kronimus.
Die Kronimus AG ist eine führende Unternehmensgruppe für die Herstellung von Betonsteinen. www.kronimus.de


Wir machen uns also auf den Weg dort hin und sind erst einmal überwältigt von den Ausmaßen des Betriebes. Überall hektisches Treiben, LKW und voll beladene Gabelstapler kreuzen die Vorfahrt, man hat es nicht einfach, direkt im Weg zu stehen.
Michael macht sich auf die Suche nach der Geschäftsleitung bzw. nach dem Juniorchef Karl Kronimus, der die alljährliche Iffezheimer Rennwoche sponsert. Dieser ist zwar nicht im Hause, aber unser Ansprechpartner ist ganz angetan von der Tour und der dahinter stehenden Idee. Er wird der Geschäftleitung am nächsten Tag berichten und will sich dann bei uns melden. 


Zwischendurch stellen wir ein Einschussloch in der linken Lampe fest. Es muß noch aus Frankreich stammen, wir haben ja mit Kritik nicht gespart und können solche Reaktionen nur zu gut verstehen ;-) Da wir ja auf der Rückreise noch einmal durch Frankreich müssen, haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es dann besser wird! 


17.00 Uhr Nach dem wir bei Leo’s kulinarisch verwöhnt wurden und der Manager von der Vuelta 2005 berichtet bekommen hat, machen wir uns auf den Weg in unsere Heimat nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.


Die Sonne hat uns mittlerweile eingeholt und Ihren Weg durch Wetterscheide in Frankreich gefunden. Die Palme vor dem Lokal bietet uns etwas Mallorcafeeling und Miss Bauchnabel arbeitet dort auch!


Der Motor läuft nach wie vor nicht zufrieden stellend und Michael kommt sich vor, wie in die Rolle eines LKW-Fahrers versetzt, denn einmal aufgebauter Schwung darf auf keinen Fall verloren gehen, weil sich die Leistung des Motors so langsam aufbaut. Wir haben aber entschieden solange durchzufahren, wie es eben geht und sind guter Dinge, dass wir heute Abend in Bad Neuenahr ankommen. Auf der Autobahnauffahrt sehen wir die Motorhaube im Fahrtwind flattern, das sieht zwar schön aus, ist aber etwas gefährlich und so halten wir kurz an, um sie zu verriegeln.  


Die A5, welche uns nach Hause führt, scheint streckenweise zur Privatrennstrecke von Mercedes-Benz zu werden. Immer wieder überholen uns anscheinend Angestellte des Werkes und drängeln bis auf die Stoßstange. Der VW ist ja schon nicht sehr breit, aber in Luft auflösen geht trotzdem nicht! 


Gemütlich setzen wir die Fahrt fort und erfreuen uns des arbeitenden Volkes rechts und links der Autobahn ebenso, wie immer freundlich winkenden Autofahrern, wie die beiden Heidelberger im roten Käfer.


Während der Fahrt schreibe ich übrigens diesen Text und der Begriff „Laptop“ hat endlich seine Berechtigung. 


17.30 Uhr Feierabend in Deutschland, aber keine Spur von Feierabendstau. Wir kommen gut voran und sind bereits nur noch 100 KM vor Koblenz im Rheingau.

Eine mögliche Lösung des Rätsels um den Motor kommt mir, während uns darüber unterhalten, der Mechaniker in Kuppelheim hat den Motor wahrscheinlich nicht nach den richtigen Werten eingestellt, denn ich erinnere mich, dass er sagte, der Motor habe 54 PS, da es sich aber nicht um das Serienmodell handelt, sondern um die 75 PS-Variante, wird er die Einstellwerte der 54 PS-Version genommen haben.  

Heiße Sache, es beginnt der erste Anstieg auf den Hunsrück und wir werden sogar von den LKW abgehängt. Mit geschätzten 50 Sachen (gefühlten 30) tuckern wir auf der Kriechspur und werden den langsamen LKW zum Problem, da sie hinter uns bleiben müssen. Mittlerweile sind wir davon überzeugt, dass es am Schließwinkel liegt und das eine oder andere mit Sch beginnende Wort kommt über Michaels Lippen. Wir wünschen uns einen Hacken, mit dem wir uns an die vorbeiziehenden Lastwagen ketten könnten!


Kriechspur zu Ende, also raus auf die Standspur, Warnblinkanlage an und weiter. Aber nein, der Motor macht schlapp, die Leistung ist vollkommen zusammengebrochen und 400m vor der Raststätte Hunsrück Ost müssen wir stehen bleiben. Wohl gemerkt, es sind noch ca. 50 Kilometer bis Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Situation auf der Autobahn wird uns zu brenzlig, ein LKW macht schon einen riesen Schlenker, weil er uns zu spät gesehen hat. 


Wir schleppen uns weiter und kriechen bis zu Raststätte. Von hier aus rufen wir erst wieder einmal den ADAC. Die ihm durchgegebene Internetadresse ruft der Agent auch sofort auf. Offensichtlich ist ihm so etwas auch noch nicht passiert und er ist hörbar erheitert. Wir vertrauen auf seine Eingabe an die Marketingabteilung in München. Wo bekommt man sonst schon eine solche PR? Und das auch noch kostenlos?


„Im Rahmen einer Stunde“ sagt uns der Agent zu. Okay, in Spanien würde wir auf die genannte Zeit 2 bis 4 Stunden addieren, in Frankreich eher eine Werkstatt überfallen, als noch einmal den Pannendienst zu rufen. Hier vertrauen wir einmal auf die Aussage und warten geduldig.
Aus der Not eine Tugend zu machen, lernt man auf einer solchen Tour und so bekommen die schlappen Akkus unserer elektronischen Geräte eine kleine Auffrischung. Auf der Raststätte Hunsrück gibt es Steckdosen im Gastraum, das ist erwähnenswert! Auch wenn wir es ja fast geschafft haben, wer weiß, wie lange unsere Reise heute noch dauert. 


Nicht mal eine Stunde ist vergangen, der ADAC-Mann steht, wie erhofft vor der Raststätte. 
Sofort beginnt er zu schrauben und stellt nach kurzer Zeit fest, dass die Zündkerzen der rechten Motorhälfte des Boxers verrußt sind. Jedenfalls die eine schon mal. An die 2. ist etwas schwerer heranzukommen, wie jeder bestätigen kann, der einmal an diesem Modell geschraubt hat.


In Baden-Baden habe ich das Handbuch abfotografiert, was uns jetzt zur Hilfe wird.

Das Problem allerdings stellt sich später als doch gravierender heraus. Unter dem Wagen entdecken wir eine Benzinlache.


Wie sich herausstellt kommt die von diesem Bauteil des Vergasers, einem Schaltventil, welches sich durch die Vibrationen gelöst hat. 


Zwischenzeitlich gesellen sich jede Menge Schaulustige zu uns und wir lernen jede Menge netter Leute kennen, wie zum Beispiel das junge Paar aus Aachen mit seinen beiden Kindern. Man wünscht uns viel Glück und wir bringen für die Kids ein paar Luftballons ins Spiel. 


Auch die Vergaserinstandsetzung half nicht wirklich. Ein Telefonat mit dem VW-Händler Mecking aus Stromberg sollte Gewissheit schaffen.


Doch er nahm uns die Illusion, weiterfahren zu können.  

Er bringt uns über einen Feldweg direkt zum Autohaus. Nach kurzer Diagnose stellt Herr Mecking fest, dass noch mehr defekt ist, als angenommen und er mit den Teilen aus seinem Bestand nicht weit kommen wird. Genaues kann er uns aber heute nicht mehr sagen und so bleibt uns nur zu warten, bis der morgige Tag Gewissheit bringt.

So haben wir unser Ziel für heute leider nicht erreicht, aber dennoch waren wir mit vielen Leuten in Kontakt, die nun von uns und von der Tour wissen.
 
Da Michael beim Auto bleiben möchte, trennen sich unsere Wege hier erst einmal. Herr Mecking hat für ihn eine Pension in Rheinböllen gefunden und ich lasse mich von meinem Onkel Arnold http://www.weingut-im-angelgaertchen.de nach Hause nach www.lantershofen.de bringen. Ein herzlicher Dank an ihn, für diese spontane Tat! 

Ich wäre gerne noch geblieben, aber morgen wartet die Arbeit im Geschäft auf mich: www.huff.deundwww.mallorca-superstore.com  

Wenn ich gut voran komme mit meiner Arbeit, bin ich in den nächsten Tagen wieder als Livereporter dabei und werde weiter von der Vuelta 2005 berichten. Bisher hat es mir gefallen und der gute Zweck dieser Mission steht auch bei mir im Vordergrund. 

Die nächsten Tage werden wir in der Heimat verbringen, was nicht heißt, dass wir untätig bleiben. Auch zu Hause gibt es genug für die Vuelta zu tun. Von Aspanob hat dort sicherlich noch niemand gehört und das wird sich jetzt ändern! 

Euer „Huffi“ (Michael Huff)

17.08.2005


8.00 Uhr in der Werkstatt der Fa. Mecking


Herr Mecking beginnt zu schrauben. 8 Stunden später ist der Motor fast generalüberholt. In der Zwischenzeit hat er jede Menge Ersatzteile aus seinem noch sehr vollständigen Lager hervorgeholt und im Heck des VW versenkt. Ein detaillierter Reparaturbericht folgt, sobald Herr Mecking sich von dem harten Schraubertag erholt hat und uns den Reparaturbericht gefaxt hat. Der passionierte Kübelfahrer ist mit den Boxermotoren von VW groß geworden! Gefaßt wartet Michael auf die Rechnung und vergewissert sich noch mal, ob er die Kreditkarten eingesteckt hat, doch dann kommt die Überraschung: auch die Fa. Mecking erklärt sich zu einer Spende bereit und füllt unsere versiegelte Sammelbüchse. www.vw-mecking.de


Endlich wieder „on the road“ befährt Michael die Burg von Johan Lafer an und erzählt ihm seine Geschichte. Der sympathische Koch aus Stromberg findet auch noch einen freien Platz auf dem weissen Blech.


Die restlichen Kilometer bis nach Hause mach der VW problemlos. Zuhause angekommen werden im ein paar ruhigere Tage gegönnt und so werden auch die Berichte etwas spartanischer und spontaner ausfallen…

18.08.2005


Ich treffe mich mit Michael in Bad Neuenahr, um die aktuellen Bilder auszutauschen. Michael hat sich eine neue Kamera zugelegt, somit ist ab sofort mit besseren Bildern zu rechnen, auch wenn er sie selbst schießt ;-)

Wir telefonieren noch ein wenig herum und erhalten die Gelegenheit zu einem Presseinterview mit Thomas Weber, der für verschiedene Zeitungen schreibt. Da er auch der Manager des Frauenfußball Bundesligisten SC07 Bad Neuenahr www.sc07badneuenahr.de ist, lädt er uns spontan dazu ein, beim Sonntagsspiel im Apolinarisstadion dabei zu sein.

27.08.2005


Wir sitzen bei einem Morgenkaffee auf der Huffschen Sonnenterasse, im Hintergrund läuft das Inselradio via Internet www.inselradio.com über die Stereoanlage. Fast vergessen wir, dass wir nicht auf Mallorca sind, denn das miese Wetter der vergangenen Tage ist nun endgültig vorbei.


In den letzte Tagen wurden viele Gespräche geführt, u.a. ein Interview mit der Rhein-Zeitung, die auch mittlerweile berichtete  


Ferner ein Interview mit der Kölnischen Rundschau vor dem Hauptportal des Lindner Hotels. 
Leider sind uns etwa 100 Fotos abhanden gekommen, da sich die Speicherkarte der Kamera formatiert hat. Das ist zwar sehr ärgerlich, aber es geht auch ohne Fotos. 
Glücklicherweise sind die Fotos der Erstbesitzerin des VW nicht abhanden gekommen!


Mit Oma im Auto fuhr Michael die mittlerweile traditionelle Runde um den Dom und danach zum Haus am See, in der Nähe Nähe des Müngerdorfer Stadions, der Heimat des 1.FC Köln. 

Heute führt es den VW1600 zum Weinfest in das Weindorf Walporzheim an der Ahr
http://www.weindorf-walporzheim.de und zum Brogsitter’S Sanct Peter http://www.sanct-peter.de

Morgen folgt er einer Einladung des Käferclubs Recklinghausen und trifft sich dort mit seinen Brüdern vom Typ3.

Dies ist dann die Zwischenstation für die Weiterreise nach Hamburg, Braunschweig, Wolfsburg, Hannover. Danach folgt Köln, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Baden-Baden und dann geht es zurück nach Barcelona bzw. Palma. 

Ahrweiler, dessen Kennzeichen der Wagen trägt, könnte für Aspanob sehr wichtig werden, denn am nächsten Wochenende findet hier das Weinfest statt, auch hier wird der Wagen wieder für die krebskranken Kinder unterwegs sein. 

Meine Dienste sind auf der Insel mal wieder sehr gefragt und ich werde heute Abend nach Mallorca eingeflogen ;-) Für alle, die Kontakt zu mir aufnehmen möchten, in Sachen Unterstützung von Aspanob und der Vuelta 2005 bin ich in den nächsten Tagen unter +34 680 888871 zu erreichen. In Deutschland lautet die Rufnummer +49 171 8994466. Alternativ kann man mir per www.huff.de eine Nachricht zukommen lassen.

Soeben meldet sich Michael noch einmal per Telefon und gibt die volle Unterstützung des Medialand in Bad Neuenahr-Ahrweiler bekannt! sebastian.bielinsky@expert.de

Nicht nur Spenden sagt man dort zu, sondern auch die Nutzung aller Möglichkeiten, um die Bilder von der Kamera zu uns nach Mallorca zu bekommen, ebenso wie die Berichte von der Tour. 

Bis die Tage 
Euer „Huffi“
Michael Huff

09.09.2005


Das große Update

Aufgrund des großen Erfolges der Vuelta Historica 2005 - leidet die Website einwenig. Heute gibt es zahlreiche Fotos der letzen Tage zu sehen. Texte folgen. Sorry.... Viel Spaß beim anschauen. Euer Michael.

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12.09.2005


Unterschriften für die Ewigkeit


BENEFIZ Der auf Mallorca lebende Bad Neuenahrer Michael Schulte-Karring tourt mit seinem alten VW 1600 L für krebskranke Kinder der Balearen durch Deutschland. Etliche Spendenzusagen

Von Dorothee Schrötler

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. An die erstaunten Blicke, die sein Wagen auf sich zieht, ist Michael Schulte-Karring schon gewöhnt. Wenn er mit seinem creme-farbenen Volkswagen 1600 L Automatik, Baujahr 1971, mit dem Kennzeichen "AW" unterwegs ist, ist das Interesse groß. Denn die Kotflügel des Oldtimers sind übersät mit Unterschriften. Neben Prominenten wie Costa Cordalis, der Familie von Jürgen Drews, Starkoch Johann Lafer und Schauspieler Uwe Ochsenknecht haben zum Beispiel auch die Polizisten der Davids-Wache in Hamburg, aber vor allem alle Kinder und Eltern unterschrieben, die an der mallorquinischen Initiative "Aspanob" teilnehmen.
Dieses Projekt ist eines der Gründe, warum Schulte-Karring sich auf den weiten Weg von Mallorca bis in seine alte Heimat Bad Neuenahr-Ahrweiler gemacht hat. "Aspanob" wurde 1987 mit dem Ziel gegründet, die Lebensqualität aller krebskranken Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien zu verbessern. Die Vereinigung stellt Familien von allen Baleareninseln eine Wohnung in Palma, wo ihre Kinder im Krankenhaus Son Dureta behandelt werden, leistet ökonomische Hilfe für bedürftige Familien und kümmert sich um Freizeitaktivitäten für die Kinder.
"Die Spenden, die ich auf meiner Tour sammle, kommen zu 100 Prozent den Kindern und ihren Eltern zu" , versichert Schulte-Karring im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Durch ein Benefiz-Fußballspiel des deutschen Inselradios wurde er auf die Initative aufmerksam. "In mir kam immer mehr der Wunsch auf, mit der Sympathie, auf die ich mit meinem Wagen stoße, etwas Gutes zu bewirken" , sagt er. Bereits 2004 war er mit seinem Auto von Palma mit einigen Zwischenstopps nach Wolfsburg gefahren. Als er dann von "Aspanob" hörte, kam ihm die Idee, die riesige Aufmerksamkeit, die er inzwischen in den spanischen und deutschen Medien erlangt hatte, dafür zu nutzen.

Dieses Jahr machte er sich am 14. August wieder auf den Weg nach Deutschland, wofür der selbständige Zahntechnikermeister seinen ganzen vierwöchigen Urlaub opfert. Von Palma aus ging es über Barcelona, Frankreich, Baden-Baden nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von dort aus fuhr er nach Köln, Hamburg, Wolfsburg, Braunschweig, Dettmold, Recklinghausen und Koblenz, und das mit Erfolg. Etliche Spendenzusagen hat er bereits erhalten. So auch einige von Unternehmen und Einrichtungen der Kreisstadt. Aber die Deutschen sind nicht die einzigen. Auch andere Nationen, vor allem Spanien, haben schon kräftig gespendet.

"Die Tour ist sehr spontan. Johann Lafer hat zum Beispiel nur unterschrieben, weil mein Wagen liegen blieb. Das ist meistens so. Da, wo mein Wagen stehen bleibt, mache ich halt" , erklärt Schulte-Karring.
Ein weiterer Grund für die Tour ist, dass er den Kontakt zwischen seiner Wahlheimat Calvia auf Mallorca und Bad Neuenahr-Ahrweiler verbessern will. Denn beide seien abhängig vom Tourismus und somit auf Werbung angewiesen, die ihnen Schulte-Karring mit seiner unglaublichen Medienpräsenz verschaffen will. Außerdem soll auch eine Verbindung zwischen "Aspanob" und der "Tour der Hoffnung" hergestellt werden.
Den Oldtimer bekam er vor sechs Jahren von seiner Großmutter vererbt.

Bis dahin hatte er in einer Scheune in Gelsdorf gestanden. Zu der Zeit, als er ihn verkaufen wollte, gab sein Renault Clio den Geist auf. "Da hab ich dann den VW mit nach Mallorca genommen" , erzählt Schulte-Karring. Der gebürtige Bad Neuenahrer machte am Are-Gymnasium sein Abitur. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Zahntechniker, machte seinen Meister und zusätzlich noch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Seit sieben Jahren lebt er auf Mallorca. Dort muss er am Mittwoch, den 14. September wieder sein. Denn dann erwarten ihn die Kinder im Son Dureta-Krankenhaus. Diese konnten die ganze Tour im Internet verfolgen, denn Schulte-Karring hat eine Webcam in dem Oldtimer installiert.

Bis morgen wird er noch in der Kreisstadt sein. Denn dann wird der Ministerpräsident Kurt Beck Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Besuch abstatten und Schulte-Karring ist bemüht, dessen Unterschrift für sein Auto zu ergattern.
Auf die Frage hin, was denn mit dem Oldtimer passiere, wenn er mal endgültig den Geist aufgeben würde, antwortet Karring: "Auf jeden Fall bleibt er in Familienbesitz." Und: Die Unterschriften sollen konserviert werden.
Info www.vw1600l.de

Quelle: Generalanzeiger Ahrweiler

13.09.2005

Der Wagen ist wieder im Heimatland Spanien.

So eben ist der VW in Spanien eingetroffen und fährt um 23.00 Uhr mit der Fähre von Barcelona aus nach Palma de Mallorca. Erwartet wird er morgen um 8.30 Uhr in Palma vor dem Inselradio. Wir werden berichten.

14.09.2005

7 Uhr 30
Ankunft des VW´s vor dem Inselradio
In Kürze folgen ausführliche Berichte und Interviews auf dieser Seite.